Auch Uri tritt aus dem PHZ-Konkordat aus

Der Urner Landrat hat der Auflösung des Konkordates zur Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz auf den 31. Juli 2013 einstimmig zugestimmt. Dem Kanton blieb nach dem Austritt von Luzern auch nichts anderes übrig.

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Blick in den Urner Landrat. (Bild: Archiv Neue UZ)

Blick in den Urner Landrat. (Bild: Archiv Neue UZ)

Im Urner Landrat wurde deshalb nur wenig über die eigentliche Auflösung an sich diskutiert. «Wir bedauern das Ende des PHZ- Konkordates», erklärte SVP-Fraktionssprecher Max Baumann. Obwohl man auf der finanziellen Seite ohne Konkordat Einsparungen machen könne, sei der Verlust der direkten Mitsprache des Kantons Uri bei der Lehrerbildung nachteilig.

Ähnlich argumentierte Landrat Bruno Gamma (CVP), der im Namen der Fraktionen der CVP, der FDP und der SP/Grüne sprach. Mit der Auflösung des PHZ-Konkordates verliere die Zentralschweiz die notwendige, einheitliche Ausrichtung in der Ausbildung von Lehrpersonen, sagte er.

Harte Kritik an Luzern

Harsche Worte fielen in der Debatte zum Vorgehen des Kantons Luzern. «Zutiefst enttäuscht» zeigten sich CVP, FDP und SP/Grüne. Noch deutlicher wurde CVP-Landrat Urs Dittli. Der Kanton Luzern habe sich bei seiner Kündigung wie der Sonnenkönig Louis XIV verhalten.

«Durch das arrogante und auf sich bezogene Verhalten hat Luzern den Kanton Uri in Sachen Lehrpersonenausbildung zu einem Bittsteller-Kanton gemacht», sagte er. Luzern sei kein verlässlicher Partner mehr, sondern ein Rosinenpicker.

Einsparungen von 580'000 Franken

Unter dem Strich bringt die Auflösung des Konkordates im Jahr 2013 für den Kanton Uri jährliche Einsparungen von 580'000 Franken. Zudem bleibt der Zugang von Urner Studierenden zu den verschiedenen Pädagogischen Hochschulen der Zentralschweiz gewährleistet, wie Bildungsdirektor Josef Arnold im Landrat erklärte. Auch die Urner Praktikumsplätze für angehende Lehrkräfte bleiben erhalten.

Josef Arnold bedauerte die Auflösung des Konkordates: «Leider konnten wir die bestehenden Mängel des PHZ-Konkordates nicht auf einem gemeinsam Weg beheben», sagte er.

Deshalb wird die 2002 geschlossene Bildungsvereinbarung nach nur elf Jahren wieder aufgelöst. Noch müssen die Kantone Zug und Obwalden der Auflösung des Konkordates zustimmen. Nidwalden und Schwyz haben bereits Ja gesagt.

sda/ks