KANTONSFINANZEN: Staatsrechnung mit Rekorddefizit von 211 Millionen

Die Schwyzer Staatsrechnung schliesst 2014 erneut tiefrot ab - und zwar mit einem Defizit von 211 Millionen Franken. Das sind 114 Millionen mehr als budgetiert. Schuld am schlechten Ergebnis sind unter anderem tiefer ausgefallene Steuererträge.

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Der Hauptplatz in Schwyz. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Der Hauptplatz in Schwyz. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Die Einkommens- und Steuererträge würden 61 Mio. Fr. unter dem Voranschlag liegen, teilte der Regierungsrat am Montag mit. Die Grundstückgewinnsteuern liegen 13 Mio. Fr., der Kantonsanteil an den Bundessteuern 21 Mio. Fr. unter den Erwartungen.

Der gegenüber dem Voranschlag höhere Fehlbetrag sei aber auch auf die einmalige Ausfinanzierung der Pensionskasse (39 Mio. Fr.) zurückzuführen, heisst es weiter. Zudem habe die Nationalbank 2014 keinen Gewinn ausgeschüttet.

Der Kanton Schwyz nahm im vergangenen Jahr 1,184 Mrd. Fr. ein und gab 1,395 Mrd. Fr. aus. Mit dem Defizit von 211,1 Mio. Fr. sank das Eigenkapital von 278,6 Mio. Fr. auf 67,5 Mio. Die vorhandenen liquiden Mittel konnten laut Mitteilung den Kapitalbedarf nicht mehr ohne Aufnahme von Fremdkapital decken.

Auf der Aufwandseite aber, so schreibt die Regierung, konnte Schwyz «eine Punktlandung» erzielen. Die Investitionsrechung schliesst mit 72 Mio. Fr., das sind rund 8 Mio. Fr. weniger als geplant. Der Grund dafür liege bei Verzögerungen von Projekten im Bereich der Hochbauten.

Für die Schwyzer Regierung ist klar: Zusätzlich zur Teilrevision des Steuergesetzes, die auf Anfang 2015 in Kraft getreten ist und im laufenden Jahr höhere Einnahmen generieren soll, werden weitere Massnahmen notwendig sein, um den Staatshaushalt mittelfristig auszugleichen. Trotz hohem Fehlbetrag sieht sich der Kanton «auf Sanierungskurs».

sda