KANTONSGERICHT: Anzeiger: Eine Einigung in letzter Minute

Die Herausgeber zweier Gratiszeitungen sind sich in die Haare geraten. Sie standen am Dienstag in Schwyz vor dem Kantonsgericht.

Drucken
Teilen
Der «Luzerner Regional Anzeiger» will das Wort «Anzeiger» im Zeitungskopf künftig nur noch halb so gross schreiben. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Der «Luzerner Regional Anzeiger» will das Wort «Anzeiger» im Zeitungskopf künftig nur noch halb so gross schreiben. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Der «Anzeiger Luzern» erscheint in der Agglomeration Luzern seit mehr als 80 Jahren. Seit 2007 kommt ein Konkurrenzprodukt aus dem Kanton Schwyz: der «Luzerner Regional-Anzeiger» der ZA Verlag AG im schwyzerischen Pfäffikon. Dieser «Luzerner Regional-Anzeiger» sei dem alteingesessenen Luzerner Blatt täuschend ähnlich, fand der Verlag Anzeiger Luzern AG und klagte beim Schwyzer Kantonsgericht.

Vor einem Entscheid ermunterte Gerichtspräsident Martin Ziegler am Dienstag die beiden Streitparteien zu einem Vergleich. Dem Luzerner Kläger deutete Ziegler an, dass Ausdrücke wie «Luzern», «Zeitung» oder «Anzeiger» Allgemeingebrauch seien. Worauf der Anwalt der Pfäffiker ZA-Verlags AG einwilligte, ab nächster Woche das Wort «Anzeiger» im Zeitungskopf nur noch halb so gross zu drucken wie bisher. Die Anzeiger Luzern AG zog daraufhin ihre Klage zurück.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.