KANTONSGERICHT: Es bleibt bei lebenslänglicher Freiheitsstrafe

Der wegen Mordes verurteilte Vendat T. forderte eine Revision seines Prozesses. Jetzt hat das Kantonsgericht erneut entschieden.

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(Symboldbild Keystone)

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Das Tötungsdelikt hatte sich am 30. Juni 2004 zugetragen. Kurz vor Mitternacht schoss der damals 20-jährige Vendat T. seiner Lebenspartnerin und Mutter eines gemeinsamen Kindes mit einem Kleinkaliber-Gewehr aus nächster Nähe in den Hinterkopf. Dafür wurde er vom Strafgericht des Kantons Schwyz, später vom Kantonsgericht und vom Bundesgericht, wegen Mordes zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt.

«Neue Tatsachen»
Der Verurteilte hat am 9. April 2008 beim Kantonsgericht ein Revisionsgesuch gestellt und die Wiederaufnahme des damaligen Verfahrens beantragt. Er forderte damit vom Schwyzer Kantonsgericht, das Verfahren noch einmal neu aufzurollen. Der Verteidiger des Verurteilten begründete das Gesuch mit «neuen Tatsachen». Vorgebracht wurden insbesondere ein Privatgutachten des IRM St. Gallen und Erhebungen eines Detektivbüros über damalige Kontakte des Opfers mit zwei Hauptzeugen (im Zusammenhang mit angeblichem Drogenhandel). Das Kantonsgericht ging auf diese beiden Punkte ein, befand sie aber nicht für stichhaltig. Als dritten Revisionsgrund waren Differenzen bei der Auswertungen des Mobiltelefons des Opfers geltend gemacht worden. Darauf ging jetzt das Kantonsgericht nicht ein, weil dies schon im ersten Verfahren auch vom Bundesgericht geprüft worden war.

Gesuch abgewiesen
Nach durchgeführtem doppeltem Schriftenwechsel hat die Strafkammer des Kantonsgerichts das Revisionsgesuch abgewiesen. Bei der Verurteilung zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe ist eine vorzeitige Entlassung frühestens nach 15 Jahren möglich.

red

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.