KANTONSGERICHT: Soll angeklagter Ex-Priester in eine Therapie?

Ist er therapierbar, und ist das Straf­mass genügend? Mit diesen Fragen sah sich das Gericht in einem Fall sexueller Handlungen konfrontiert.

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(Symbolbild Dominik Hodel/ Neue ZZ)

(Symbolbild Dominik Hodel/ Neue ZZ)

Das Schwyzer Strafgericht verurteilte einen heute 43-Jährigen Basler im letzten Dezember zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren. Ihm war nachgewiesen worden, dass er mehrfach sexuelle Handlungen mit Kindern begangenen hatte. Eine ambulante Therapie wurde infolge Erfolglosigkeit eingestellt.

Jetzt forderte die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz in der Berufungsverhand­lung ein schärferes Strafmass, weil nachträglich aufgetauchte Rückfälle nicht bestraft wurden. Zudem solle sich der Angeklagte einer stationären Behandlung unterziehen.

«Der Angeklagte hat eine Persönlichkeitsstörung, die nur schwer oder gar nicht therapierbar ist. Eine Erfolgsgarantie gibt es nur durch eine stationäre Behandlung», so die Staatsanwältin. Ohne die Behandlung sei der Ange­klag­te «eine Zeitbombe» für vorpubertäre Mädchen.

Das Urteil steht noch aus.

Erhard Gick

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.