KANTONSGERICHT: War das Hanfbier nur ein Alibi?

Der Angeklagte will Hanf nur für die Produktion von Bier und Essenzen angebaut zu haben. Trotz anderslautendem Urteil im Oktober.

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Eine Hanfblüte. (Archivbild Alexandra Wey/Neue LZ)

Eine Hanfblüte. (Archivbild Alexandra Wey/Neue LZ)

«Alle Indizien können widerlegt werden. Ich beantrage einen vollumfänglichen Freispruch», sagte der Verteidiger des Bergbauern vor dem Schwyzer Kantonsgericht. Wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde der Bauer im Oktober vom Bezirksgericht Gersau verurteilt.

Zwischen 2002 und 2005 betrieb der 50-Jährige in einer Schwyzer Berggemeinde eine Indoor-Anlage für die Aufzucht von Hanfpflanzen. Diese wiesen zwischen 1,5 und 14 Prozent Tetrahydrocannabinol (THC), ein Wirkstoff von Hanf, auf. Bewilligt wurde dies dem gebürtigen Zürcher, weil er die Pflanzen nach eigenen Angaben zur Produktion von Essenzen und von Bier brauchte.

Die Verhandlung brachte Ungereimtheiten zum Vorschein, die der Angeklagte jedoch widerlegte. Trotzdem ist für den Staatsanwalt klar: Der Angeklagte wollte nicht mit Bier sondern mit Hanf für den Konsum Geld machen. Das Urteil steht noch aus.

Daniela Bellandi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.