KANTONSPOLIZEI: Grosse Suche nach feinen Spuren

Kriminaltechnische Arbeit gibt es nicht nur in Fernsehserien. Auch bei der Schwyzer Kantonspolizei erhält sie immer mehr Bedeutung.

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Spurensuche am Tatort: ein Mitarbeiter des kriminaltechnischen Dienstes der Kantonspolizei Schwyz. (Bild pd)

Spurensuche am Tatort: ein Mitarbeiter des kriminaltechnischen Dienstes der Kantonspolizei Schwyz. (Bild pd)

«Der Sachbeweis erhält in den Strafverfahren eine immer grössere Bedeutung», sagt der Schwyzer Kripochef Stephan Grieder. Als Sachbeweise gelten Fingerabdrücke, Schuh- oder DNA-Spuren, die ein Täter hinterlassen hat. «Letztes Jahr behandelte unser kriminaltechnische Dienst in 267 Fällen solche Spuren. Eine immer grössere Rolle spielten dabei DNA-Hits.» Hits sind für den Kripochef Treffer, also Fälle, in denen die DNA-Spuren klar zu einer Person führen.

Hits bei der Polizei
Die Schwyzer Kantonspolizei hatte im Jahr 2007 nicht weniger als 43 solcher Hits, konnte also Personen anhand von DNA-Spuren überführen. Damit hat gerade dieser hochtechnische Bereich der Polizeiarbeit stark zugenommen. Noch 2004 waren es erst 22 Überführte anhand einer DNA. Hinzu kamen letztes Jahr 21 Täter, die anhand einer Fingerabdruck- oder anhand einer anderen Spur überführt werden konnten, 2004 waren es deren 15.

Tatortarbeit
«Die Arbeit an einem Tatort wurde stark aufgewertet», sagt dazu der Schwyzer Kripochef. Er legte gestern zusammen mit Polizeikommandant Lorenzo Hutter Zahlen aus der Kriminalstatistik 2007 vor. Dabei berichteten die zwei auch über eine intensivere Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Dienst der Stadtpolizei Zürich. Zwischen der Schwyzer Kripo und der Stadtpolizei Zürich wurde dazu sogar eine neue Zusammenarbeitsvereinbarung abgeschlossen. «Wir sind stolz darauf, dass der wissenschaftliche Dienst mit uns Kleinen zusammenarbeitet», sagte Hutter. Das verstärkte Zusammenwirken wird zur Hauptsache so ablaufen, dass die Polizisten des Schwyzer kriminaltechnischen Dienstes vorab die Tatortarbeit erledigen, die anschliessende Laborarbeit jedoch in Zürich machen lassen. Vereinbart ist auch, dass Schwyzer KTD-Mitarbeiter sich in Zürich weiterbilden lassen. Für Polizeikommandant Lorenzo Hutter macht es angesichts der zunehmenden Technisierung der Polizeiarbeit wenig Sinn, sich in Schwyz alle möglichen teuren technischen Gerätschaften und das dafür ausgebildete Personal zu leisten. Und Kripochef Grieder doppelt nach: «Die IT-Auswertung, also die Untersuchung von Computern, lassen wir schon seit einiger Zeit auswärts machen. Das machen wir nicht selber.»

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.