KANTONSRAT: Die Sanierung ist moralisch nötig

Die Insel Schwanau hat eine Sanierung nötig. Das ist schon länger bekannt. Nun genehmigte der Kantonsrat die Mittel dafür. Wenn auch nicht unumstritten.

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Die Insel Schwanau im Lauerzersee. Der Kantonsrat sprach 4,7 Millionen Franken zur Sanierung. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Die Insel Schwanau im Lauerzersee. Der Kantonsrat sprach 4,7 Millionen Franken zur Sanierung. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Der Schwyzer Kantonsrat genehmigte gestern mit 58 Ja- zu 31 Nein-Stimmen knapp 4,7 Millionen Franken für die Sanierung der Insel Schwanau samt historischen Bauten. Gegen den Kredit wehrte sich die SVP-Fraktion. «Die Regierung hat ein zurückhaltendes Projekt versprochen. Bei Kosten von 4,7 Millionen Franken lässt sie aber jede Zurückhaltung vermissen», so der SVP-Fraktionssprecher André Rüegsegger. Er stellte namens der SVP-Fraktion einen Rückweisungsantrag, der allerdings mit 37 Ja zu 53 Nein-Stimmen abgelehnt wurde.

Johannes Mächler (FDP) merkte an, dass 4,7 Millionen Franken eine hohe Summe sei. Der Kanton sei aber, da er die Insel 1967 für nur 35'000 Franken gekauft habe, irgendwie moralisch verpflichtet, zur Insel zu schauen. Umso mehr als die Insel mitten im Lauerzersee ein unter Schutz stehendes Kulturdenkmal sei. Der Kanton nehme mit der Sanierung ausserdem neben seiner Verantwortung auch ein kulturelles Engagement vor.

Ohne Sanierung keinen «vernünftigen Betrieb»
Für die CVP-Fraktion ist die Schwanau unbedingt erhaltenswert. Man habe, seit die Insel im Besitz des Kantons sei, nie eine umfassende Sanierung gemacht. Eine solche sei jetzt an der Zeit. «Wir investieren hier 4,7 Millionen Franken in einen Zeitraum von 40 bis 60 Jahren», so Kündig. Auch die SP-Fraktion machte sich stark für die Sanierung der Insel. Allerdings mache man sich in der SP Sorgen, dass der romantische Charakter der Insel erhalten bleibe, führte Fraktionssprecher Andreas Marty (Goldau) aus.

Regierungsrat Lorenz Bösch sagte, es sei klar, dass die Insel Emotionen auslöse. Der Regierungsrat habe sich schon länger mit den Fragen rund um die Schwanau befasst. Fazit ist, ein öffentlich zugänglicher Gastrobetrieb sei die sinnvollste Variante. Natürlich kann man am einen Ort Abstriche machen, an einem anderen etwas mehr hineinpacken. Wichtig sei jedoch, dass man einen vernünftigen Betrieb garantieren kann. Und das sei ohne Sanierung unmöglich.

Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.