KANTONSRAT: Kantonalbank darf die Grenze überschreiten

Dass die Schwyzer Kantonalbank auf dem Gebiet der ganzen Schweiz tätig werden kann, sorgte im Kantonsrat für weniger Gespräche als die Geschlechterfrage.

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Die Schwyzer Kantonalbank (im Bild die Niederlassung Brunnen) darf künftig auch ennet der Kantonsgrenzen Zweigstellen eröffnen. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Die Schwyzer Kantonalbank (im Bild die Niederlassung Brunnen) darf künftig auch ennet der Kantonsgrenzen Zweigstellen eröffnen. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Wie formuliert man ein Gesetz so, dass sich weder Männlein noch Weiblein im geschlechterspezifischen Empfinden verletzt fühlen? Um diese Frage wurde am Mittwoch im Schwyzer Kantonsrat heftig gerungen. Während die Regierung für die Nennung beider Formen votierte, wollte die SP eine rollenspezifische, neutrale Formulierung. Schliesslich wurde mit 46 zu 48 Stimmen beschlossen, die männliche Form durchgehend zu verwenden und im Ingress darauf hinzuweisen, dass übrigens beide Geschlechter gemeint seien.

Nur im Kanton geschäften
Fast unter ging deswegen ein Antrag des Siebner SVP-Vertreters Adrian Oberlin. Er verlangte, dass die Kantonalbank statt wie vorgesehen auf dem Gebiet der ganzen Schweiz mit Zweigstellen tätig zu sein, sich strikte auf das Kantonsgebiet zu beschränken habe. Der Antrag wurde deutlich abgelehnt. Begründet wurde diese Ablehnung unter anderem damit, dass auch die Schwyzer Kantonalbank im Konkurrenzkampf mit anderen Kantonalbanken gleich lange Spiesse haben solle.

Die Teilrevision des Kantonalbank-Gesetzes wurde mit mit 89 zu 6 Stimmen angenommen.

Harry Ziegler/Neue SZ