KANTONSRAT: Klares Votum für Kanti-Neubau in Pfäffikon

Der Schwyzer Kantonsrat hat einen Projektierungskredit von sechs Millionen Franken für einen Kantonsschul-Neubau in Pfäffikon genehmigt. Der Standort in Nuolen soll geschlossen werden.

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In Pfäffikon soll das Schulgelände mit neuen Bauten erweitert werden (blau). (Bild: PD)

In Pfäffikon soll das Schulgelände mit neuen Bauten erweitert werden (blau). (Bild: PD)

Die Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) mit den heutigen Standorten Pfäffikon und Nuolen soll nach dem Willen der Kantonsregierung in einem Neubau in Pfäffikon zusammengeführt werden. Die neue KSA soll im Jahr 2025 bezogen werden.

Die Schulgebäude an beiden Standorten müssten saniert werden. Wie die Regierung betont, ist eine Gesamtsanierung und damit die Weiterführung beider Schulstandorte teurer als die favorisierte Zusammenlegung der KSA-Schulen an einem kantonseigenen Standort in Pfäffikon.

Bei einem Festhalten an zwei Standorten würden laut Regierung Gesamtkosten von rund 105 Millionen Franken anfallen. Dagegen würde eine Zusammenlegung der beiden Schulen etwa 102 Millionen kosten. Beim günstigeren Projekt seien auch noch eine Dreifachturnhalle und eine Autoeinstellhalle für zusammen 12 Millionen Franken enthalten, die ansonsten nicht realisiert würden.

Märchler gegen Schliessung von Nuolen

Das Grossprojekt ist in der Kantonsratsdebatte am Mittwoch bei den Parlamentariern aus der March auf heftige Kritik gestossen. Vertreter aus allen Fraktionen wollten die drohende Schliessung der Schule in Nuolen nicht hinnehmen. Ein Sprecher der FDP stellte den Antrag, den geplanten Projektierungskredit von sechs Millionen Franken für den Neubau in Pfäffikon an den Regierungsrat zurückzuweisen.

Er sagte, dass verschiedene Fragen nicht genügend geklärt seien. Insbesondere mache die Regierung keine Angaben über den pädagogischen Mehrwert einer KSA an einem einzigen Standort. Ausserdem sei es sachlich und juristisch fragwürdig, dass die Regierung den Projektierungskredit mit der Standortfrage verknüpfte.

Schliesslich sei es möglich, die KSA weiterhin an zwei Standorten zu betreiben, wenn die beiden Schulen unterschiedliche, sich ergänzende Ausrichtungen hätten, sagte der FDP-Sprecher. Nuolen sei seit über 70 Jahren eine erfolgreiche und anerkannte Bildungsstätte. Die Schliessung würde für die March einen grossen Verlust bedeuten.

Neubau in Pfäffikon mit vielen Vorteilen

Die Parlamentsmehrheit hatte wenig Gehör für die Äusserungen der Nuolen-Befürworter. Jedes Argument wurde mit einem Gegenargument gekontert. Das frei werdende Areal in Nuolen könne und solle für die March als Chance für etwas Neues verstanden werden, hiess es in der teils emotional geführten Debatte.

Die Befürworter der Kanti-Zusammenlegung in Pfäffikon erwähnten nicht nur die tieferen Kosten eines Neubaus, sondern auch schulische und betriebliche Vorteile sowie die generelle Aufwertung des Schulcampus Pfäffikon und die stärkere Positionierung der KSA im zunehmenden Wettbewerb mit privaten Mittelschulen.

Schliesslich lehnte der Kantonsrat den Rückweisungsantrag mit 66 zu 24 Stimmen ab. In der Schlussabstimmung kam der Projektierungskredit mit 77 zu 13 Stimmen durch. Die Vorlage untersteht dem fakultativen Referendum. (sda)