KANTONSRAT SCHWZ: Die Heilpädagogik-Neubau ist «zu teuer»

Beim Neubau des Heilpädagogischen Zentrums Innerschwyz in Goldau muss der Schwyzer Regierungsrat nochmals über die Bücher. Der Kantonsrat hat die 23-Millionen-Vorlage am Mittwoch mit 57 zu 33 Stimmen zurückgewiesen.

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Das Projekt «Alpensteinbock» des Luzerner
Planungsteams Marques. (Bild: Visualisierung PD)

Das Projekt «Alpensteinbock» des Luzerner Planungsteams Marques. (Bild: Visualisierung PD)

Der geplante Neubau sei zwar notwendig, aber zu teuer, kritisierte die Fraktionschefin der FDP, die die Rückweisung der Vorlage an den Regierungsrat forderte. Das Projekt nehme keine Rücksicht auf die schlechte Finanzlage des Kantons, es handle sich um eine teure Luxuslösung, sagte sie.

Auch die SVP-Fraktion kritisierte aus finanzpolitischen Gründen die Vorlage des Regierungsrats. Kritisiert wurde in der Debatte zum Beispiel der geplante Baustandard Minergie-P-Eco. Dieser sei nicht zwingend erforderlich und verursache hohe Mehrkosten, hiess es.

Für die Vorlage setzten sich CVP und SP/Grüne ein. Der Verpflichtungskredit umfasste 22,94 Millionen Franken.

Nach der deutlichen Rückweisung des Geschäfts muss nun die Schwyzer Regierung eine kostengünstigere Vorlage erarbeiten. Gemäss den bisherigen Planungen hätte das neue Heilpädagogische Zentrum Innerschwyz im Sommer 2019 eröffnet werden sollen. Das bisherige Zentrum befindet sich in Ibach und ist zu klein. (sda)