KANTONSRAT SZ: Parlament weist Neophyten-Vorlage erneut zurück

Der Schwyzer Kantonsrat hat am Mittwoch eine Vorlage zur Bekämpfung von sich stark ausbreitenden fremden Pflanzen, von invasiven Neophyten, zum dritten Mal an die Regierung zurückgewiesen.

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Eine Vorlage zur Neophyten-Bekämpfung wurde im Kanton Schwyz zum dritten Mal zurückgewiesen. (Bild: pd)

Eine Vorlage zur Neophyten-Bekämpfung wurde im Kanton Schwyz zum dritten Mal zurückgewiesen. (Bild: pd)

Das Parlament war sich zwar einig, dass invasive Pflanzen, die die natürlichen, einheimischen Arten verdrängen, bekämpft werden müssen. Die Zuständigkeit für die Behebung des Neophyten-Problems bleibt aber umstritten. Insbesondere geht es um die Frage, wer die Kosten von anfänglich 1,4 Millionen Franken pro Jahr zu tragen hat.

Gemäss der mit 42 zu 39 Stimmen zurückgewiesenen Vorlage hätten die Gemeinden ungefähr die Hälfte der Kosten übernehmen müssen. Ein Viertel der Kosten wäre dem Kanton zugefallen, der Rest den Bezirken und Dritten wie Bahnbetreibern.

Die Teilrevision des Einführungsgesetzes zum Umweltschutz wurde im Kantonsrat aus verschiedenen Gründen kritisiert. Es sei falsch, die Gemeinden in die Pflicht zu nehmen, denn bei diesem Problem sei eine kantonale Lösung sinnvoller. Weiter hiess es, dass die Vorlage des Regierungsrats weiter gehe, als dies der Bund verlange.

Schliesslich machte ein SVP-Sprecher darauf aufmerksam, dass eine Regelung für den Kanton Schwyz unsinnig sei, solange auf Bundesebene der Verkauf von Pflanzen erlaubt bleibe, die dann per Gesetz wieder ausgerottet werden müssten. (sda)