KANTONSRAT SZ: Schwyzer Kantonsrat legt Pendlerabzug auf 8000 Franken fest

Schwyzer Pendler können künftig in der Steuererklärung einen Pendlerabzug von maximal 8000 Franken geltend machen - mehr als zunächst geplant. Dies hat der Kantonsrat am Donnerstag entschieden.

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Geht's nach der Schwyzer Regierung, können die Schwyzer weiterhin mit dem Zug nach Luzern fahren. Im Bild der Bahnhof Goldau. (Bild: Archiv Laura Vercellone/Neue SZ)

Geht's nach der Schwyzer Regierung, können die Schwyzer weiterhin mit dem Zug nach Luzern fahren. Im Bild der Bahnhof Goldau. (Bild: Archiv Laura Vercellone/Neue SZ)

Neue Regeln für die Finanzierung des Ausbaus der nationalen Bahninfrastruktur haben zur Folge, dass auch die Kantone stärker zur Kasse gebeten werden. Neu muss der Kanton Schwyz durchschnittlich 14,6 Millionen Franken pro Jahr an die Finanzierung der Bahninfrastruktur beitragen - das sind rund 7 Millionen Franken mehr als bisher. Volk und Stände hatten die so genannte FABI-Vorlage vor zwei Jahren beschlossen.

Die Mehrbelastung überwälzt die Schwyzer Regierung einerseits auf die Pendler, andererseits auf Bezirke und Gemeinden. Gemäss der mit 81 zu 15 Stimmen verabschiedeten Vorlage sollen sich Bezirke und Gemeinden neu mit 60 Prozent an den Bahnkosten beteiligen statt wie bisher mit 50 Prozent. Der Kanton wird für 40 Prozent der Kosten aufkommen.

Zudem dürfen die Pendler neu ihre Fahrkosten nur noch bis maximal 8000 Franken als Abzug in der Steuererklärung geltend machen, bisher waren es 10'000 Franken. Dies bedeutet höhere Steuereinnahmen für Kanton und Gemeinden. Für den Kanton ist die ganze Übung kostenneutral.

Kompromiss beim Pendlerabzug

Der Pendlerabzug von 8000 Franken ist ein Kompromissvorschlag, den die vorberatende Kommission in die Debatte eingebracht hatte. Die Regierung schlug zunächst einen Abzug von maximal 6000 Franken vor. Das Entgegenkommen beim Pendlerabzug wurde möglich, weil Bezirke und Gemeinden noch stärker als geplant zur Kasse gebeten werden sollen.

In der Detailberatung scheiterten mehrere Abänderungsanträge. Keine Chance hatte weder der Antrag, den Pendlerabzug auf 6000 Franken beschränken, noch der Antrag, die Kostenbeteiligung der Gemeinden bei 50 Prozent zu belassen. Kritik an der Vorlage, die dem fakultativen Referendum untersteht, kam aus den Fraktionen von CVP und SP.

(sda)