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Kantonsrat will eigenständige Lehrerbildung

Die Pädagogische Hochschule Goldau wird nicht aufgegeben und im Alleingang weitergeführt. Dies hat der Schwyzer Kantonsrat mit 75 zu 13 Stimmen beschlossen.
Die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz in Goldau. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

Die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz in Goldau. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

Der Kanton Schwyz steht vor einer Neuausrichtung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung, weil Luzern das Konkordat über die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ) gekündigt hat. Die PHZ verfügt über teilautonome Schulen in Luzern, Zug und Goldau. Luzern stuft diese Struktur als zu teuer und kompliziert ein. In einem Grundsatzentscheid sprach sich am Mittwoch das Schwyzer Parlament dafür aus, die PH in Goldau allein weiterzuführen. Wie der Regierungsrat kamen auch die vier Fraktionen mehrheitlich zum Schluss, dass die eigenständige Weiterführung mehr Chancen als Risiken berge

.Mehrkosten von 4,3 Millionen

Gegen den Alleingang stimmten Teile der SVP und eine grosse Minderheit der FDP. Eine FDP-Kantonsrätin wies auf die Mehrkosten von 4,3 Millionen Franken pro Jahr hin. Dabei hätten im letzten Jahr nur 25 Studierende aus dem Kanton Schwyz die Ausbildung in Goldau abgeschlossen. In der einstündigen Debatte betonten indes fast alle Redner die Vorteile eines Alleingangs. Von einem Zeichen für den Bildungsstandort Schwyz sprach ein CVP-Redner.

Schwyz könne eigene Schwerpunkte in der Lehrerbildung setzen, sagten mehrere Parlamentarier. So wolle die PH in Goldau vermehrt Generalisten ausbilden, was den Bedürfnissen der Schulklassen entgegenkomme. Ein weiteres Argument für eine eigenständige Schule war die Forschung. Zudem erhöhe ein eigenes Ausbildungsangebot mit Praktikumsstellen in den Schwyzer Gemeinden die Chance, dass die jungen Lehrkräfte im Kanton blieben. Der Alleingang der PH in Goldau sei wichtig im Kampf gegen den drohenden Lehrermangel.

Gesetz für PH Goldau bis im Winter

Erklärt wurde, dass angesichts des pädagogischen Nutzens die Mehrkosten vertretbar seien. Und ein SVP-Kantonsrat betonte, dass ein Alleingang finanziell günstiger sei als die Konkordatslösung. Eine Fachhochschule im eigenen Kanton zu haben, ist laut SP- Fraktion für Schwyz von grosser gesellschaftlicher, kultureller und volkswirtschaftlicher Bedeutung. Die Fraktionen zeigten sich zuversichtlich, dass Goldau ab 2013 im Wettbewerb mit den Pädagogischen Hochschulen in Zug und Luzern bestehen könne.

Nach dem mit 75 zu 13 Stimmen gefällten Grundsatzentscheid wird der Regierungsrat bis Ende 2011 respektive Anfang 2012 die rechtlichen Grundlagen für den Alleingang der PH in Goldau ausarbeiten. Das Vorhaben untersteht dem fakultativen Referendum.

sda

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