KANTONSSPITAL URI: Erfolgreiches Projekt für demente Menschen

Die Betreuung von dementen Menschen in der Akutpflege verbessern – dieses Ziel haben sich die Alzheimervereinigung Uri/Schwyz und das Kantonsspital Uri gesetzt. Die Weiterführung des Programm ist aus finanziellen Gründen allerdings noch nicht gesichert.

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Den Patienten mit einer Demenzerkrankung soll viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. (Bild: pd)

Den Patienten mit einer Demenzerkrankung soll viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. (Bild: pd)

In den Kantonen Uri und Schwyz leben rund 2200 Personen mit einer Demenzerkrankung. Sie und ihre Mitmenschen erleben einschneidende Veränderungen in der Lebensgestaltung. Um die Rahmenbedingungen zu optimieren, haben Bund und Kanton die «Nationale Demenzstrategie 2014–2017» gestartet: Sie soll die Lebensqualität der Betroffenen verbessern, Belastungen verringern und die Qualität der Versorgung garantieren, teilt das Kantonsspital Uri mit.

Alzheimervereinigung Uri/Schwyz übernimmt Vorreiterrolle

Im ersten Jahr der Strategieumsetzung wird der nationale Fokus insbesondere auf die Grundlagenarbeit wie zum Beispiel bevölkerungsbezogene sowie gemeindenahe Informations- und Sensibilisierungsaktivität gesetzt.

Die Alzheimervereinigung Uri/Schwyz wollte aber bereits frühzeitig einen Schritt weiter gehen und die demenzgerechte Versorgung in Akutspitälern fördern. Die gemeinsamen Ziele des Projekts sind einerseits die bestmögliche Erfüllung der Bedürfnisse von verwirrten Menschen und von Menschen mit einer Demenzerkrankung im Akutspital.

Projektrealisierung und erste Resultate

«Viele Studien belegen, dass eine 1:1-Betreuung bei dementen Menschen von grosser Bedeutung ist. Sobald wir Patienten mit einer Demenzerkrankung für einige Stunden die volle Aufmerksamkeit schenken und damit eine emotionale Nähe gewährleisten können, sind sie viel ausgeglichener», erklärt Silvia Rosery, Leiterin des Pflegedienstes im Kantonsspital Uri.

Das Kantonsspital Uri wie auch die Alzheimervereinigung sind sich einig, dass es sich um ein Projekt mit grossem Erfolgspotential handelt. Damit das Programm aber nach Abschluss der Pilotphase im März 2015 seine Fortsetzung finden kann, muss zuerst die Finanzierung sichergestellt werden.

pd/pz