KASPAR MICHEL, FDP: «Werde kaum ein politischer Langzeitparkierer sein»

Kaspar Michel will für die FDP in den Regierungsrat. Wie denkt der 38-jährige Historiker und Staatsarchivar?

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Kaspar Michel, FDP, kandidiert für den Regierungsrat. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

Kaspar Michel, FDP, kandidiert für den Regierungsrat. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

Langweilen Sie sich im Staatsarchiv?

Kaspar Michel: Nein, überhaupt nicht. Mein Beruf als Staatsarchivar ist für einen Historiker irrsinnig interessant.

Was motiviert Sie denn für den Regierungsrat zu kandidieren?

Michel: Man muss es wirklich wollen. Es geht nicht darum, das eine gegen das andere auszutauschen. Man muss die Politik im Blut haben. Vor allem aber muss man Lust haben etwas zu verändern.

Und diese Lust verspüren Sie?

Michel: Ja, ich habe Lust mitzugestalten.

Was geschieht im Falle einer Nichtwahl?

Michel: Nichts. Dann bin ich ein glücklicher Mann in einem interessanten Beruf, den ich mit Leidenschaft ausübe. Für mich besteht vor allem im Fall einer Wahl ein Risiko.

Wieso?

Michel: Wenn ich nicht gewählt werde, dann ist es klar und es ist kein Drama. Sollte ich gewählt werden, heisst das einerseits, dass ich eine interessante Herausforderung annehme. Anderseits aber auch, dass ich ein hohes Risiko eingehe. Ich müsste schauen, dass ich in vier Jahren wieder gewählt würde, müsste meine späteren beruflichen Perspektiven ausloten. Das bedingt, dass ich in der Regierung gute Arbeit leisten muss, um mich zu empfehlen. Das wäre ein konstruktiver Druck.

Auferlegen Sie sich damit eine persönliche Amtszeitbeschränkung?

Michel: Es ist klar, dass ich nicht bis 65 im Amt bleiben würde. Ich will kein politischer Langzeitparkierer sein. Ich setze mir aber keine persönliche Frist. Es ist immer eine Frage der Lagebeurteilung. Die Schwyzer FDP fragt die amtierenden Regierungsräte nach acht Jahren jeweils, ob vielleicht ein Sesselrücken angebracht wäre.

Interview Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Schwyzer Zeitung.