Katechet kommt nicht zurück

Der Katechet, der wegen Diskussionen über Sexualität mit Primarschülern im November von der Gemeindeschule Brunnen suspendiert wurde, kehrt nun definitiv nicht mehr zurück.

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Wie Xaver Schnüriger, Präsident des Kirchenrates, erklärt, wurde dies kürzlich in gegenseitigem Einverständnis so entschieden. Die Verfehlungen des Mannes seien an einem kleinen Ort, betont Schnüriger. «Das Gerede und Theater um seine Person haben ihn aber persönlich so getroffen, dass er nicht mehr in Brunnen Religionsunterricht erteilen will», so Schnüriger. Er werde sich anderen Aufgaben widmen.
 

Keine Hinweise auf Übergriffe

Vorgeworfen wurde dem Katecheten, er hätte mit den Primarschülern unsensible und nicht altersgerechte Gespräche über sexuelle Themen geführt. Gemäss Sexualpädagogen gibt es jedoch keine Hinweise, dass sexuelle Übergriffe stattgefunden haben. Vielmehr wurde festgestellt, dass teilweise ein schlecht strukturierter, ungenügend vorbereiteter Unterrichtsstil mit geringer Disziplin und Führung herrschte.

Der Katechet hat eingesehen, dass er wohl ab und zu die Grenzen überschritten hat. Dafür entschuldigte er sich. Er betonte jedoch, dass er nie von sich aus, sondern nur durch Inputs der Kinder über Sexualität gesprochen habe.
 

Neuer Lehrer gesucht

Nach der Suspension entschied der Kirchenrat, dass der Katechet nach den Weihnachtsferien wieder unterrichten darf, jedoch nur im Beisein eines Coaches. Dazu kam es aber nicht. Statt wieder zum Unterricht zurückzukehren, liess sich der Mann für vier Wochen krankschreiben. Bis Ende Schuljahr wurde eine Übergangslösung gefunden. Für das kommende Jahr wird eine neue Lehrperson gesucht.

Daniela Bellandi