Kein Seezugang während der Vogelbrutzeit

Im Lachner Aahorn brauchen seltene Vögel wie der Eisvogel, die Wasserralle oder der Flussregenpfeifer Ruhe für ihr Brutgeschäft. Bis zum 15. Juli bleibt deshalb der Zugang zum See geschlossen.

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Der Eisvogel beginnt bereits Ende Februar mit seinem Brutgeschäft und sucht sich geeignete Nistplätze. (Bild: Schweizer Vogelschutz SVS, Zürich)

Der Eisvogel beginnt bereits Ende Februar mit seinem Brutgeschäft und sucht sich geeignete Nistplätze. (Bild: Schweizer Vogelschutz SVS, Zürich)

Das Lachner Aahorn beheimatet seltene Vogelarten. (Bild: mapsearch.ch)

Das Lachner Aahorn beheimatet seltene Vogelarten. (Bild: mapsearch.ch)

In den letzten 30 Jahren hat sich der Brutvogelbestand im Lachner Aahorn halbiert. Arten wie Wasserralle oder Eisvogel gerieten stark in Bedrängnis und brüteten nicht mehr im Aahorn. Wie das Amt für Natur, Jagd und Fischerei am Mittwoch mitteilte, waren Störungen durch Erholungssuchende eine der Hauptursachen für diesen Rückgang.

Um diese Störungen zu minimieren und gleichzeitig den Besuchern attraktive Einblicke in die Natur zu ermöglichen, wurden 2010 auf dem Südteil des Deltas ein Aussichtsturm und ein Holzsteg über die Brachsmenbucht, sowie neue Informationstafeln installiert. Der Nordteil des Deltas wurde revitalisiert, wodurch neuer Lebensraum für die Pflanzen- und Tierwelt des Aahorns geschaffen werden konnte.

Die Wasserralle und der Eisvogel sind zurück

Beobachtungen zeigen, dass sich wieder einige Wasserrallen und Eisvögel im Gebiet aufhalten. Damit diese Vögel auch brüten können, sind Störungen während der Vogelbrutzeit zu vermeiden. Aus diesem Grund ist in der kantonalen Schutzverordnung festgehalten, welche Bereiche des Aahorns nicht betreten werden dürfen. Dazu gehören die beiden Deltaflügel mit der Weide der schottischen Hochlandrinder im Süden und dem revitalisierten Bereich im Norden sowie die umgebende Wasserzone, welche mit Bojen markiert ist. Während der Vogelbrutzeit vom 1. März bis 15. Juli ist zudem der Zugang vom Aussichtsturm zum See entlang der Wägitaler Aa geschlossen.

Diese Massnahmen dienen der Beruhigung des Deltas während dieser für die Vögel sehr empfindlichen Zeit. Vom Aussichtsturm aus kann das Naturschauspiel jedoch bedenkenlos beobachtet werden.

Kontrollen durch Aufsichtspersonen

Zur Information der Besucher über die Naturschönheiten im Gebiet aber auch zur Kontrolle der Einhaltung der Schutzvorschriften sind regelmässig Aufsichtspersonen im Aahorn unterwegs. Die Information und Sensibilisierung der Besucher steht dabei im Vordergrund. Bei Missachtung der Schutzvorschriften wie beispielsweise dem freien Laufenlassen von Hunden oder dem unbefugten Betreten der Naturschutzzone können die Aufsichtspersonen aber auch Ordnungsbussen erteilen.

pd/zim