Keine Beiträge mehr für erneuerbare Energien

Mit den 5 Millionen Franken des Schwyzer Förderprogrammes für erneuerbare Energien wurden über 30 Millionen Franken Investitionen ausgelöst. Weil die Mittel ausgeschöpft sind und das Parlament eine Aufstockung ablehnt, ist Schwyz nun der einzige Kanton ohne Förderprogramm.

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Im Kanton Schwyz sind die Beiträge für Investitionen in erneuerbare Energien - im Bild Sonnenkollektoren - ausgeschöpft. (Bild: PD)

Im Kanton Schwyz sind die Beiträge für Investitionen in erneuerbare Energien - im Bild Sonnenkollektoren - ausgeschöpft. (Bild: PD)

2009 haben die Schwyzer Stimmberechtigten den Kredit von 5 Millionen Franken für das Förderprogramm gutgeheissen. Es startete 2010 und sollte für fünf bis zehn Jahre ausreichen. Doch waren bereits nach einem Jahr die Finanzmittel ausgeschöpft. Die Regierung beantragte im Sommer 2011 eine Aufstockung der Mittel um 3 Millionen Franken, doch wurde diese vom Kantonsrat abgelehnt. Nachdem Schwyz schon der letzte Kanton war, der erneuerbare Energien förderte, ist er heute der einzige ohne eigenes Förderprogramm.

6500 Tonnen CO2 eingespart

In einem Communiqué vom Dienstag zieht das Baudepartement Bilanz. Bis heute sind rund 800 Gesuche eingegangen. 700 Gesuche wurde geprüft, 90 Prozent von ihnen erhielten eine Zusage. Insgesamt wurden 448 Öl- oder Gasheizungen durch Heizsysteme mit erneuerbaren Energien ersetzt. Zudem werden 180 neue Solaranlagen erstellt.

Mit dem Energieprogramm wurden laut Mitteilung Investitionen von über 30 Millionen Franken ausgelöst. Mit den installierten Anlagen können jährlich 6500 Tonnen CO2 eingespart werden.

Weiterhin eingereicht werden können Gesuche für das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen für die energetische Sanierung von Gebäudehüllen. Bereits sind 833 Gesuche eingegangen. 90 Prozent der Gesuchsteller haben einen Zusage erhalten. Die Beiträge belaufen sich auf 9 Mio. Franken und lösen laut Mitteilung Investitionen von gegen 90 Millionen Franken aus.

sda