Keine Pestizide im Trinkwasser der Urkantone ++ Mängel bei Lebensmitteln ++ Geparde schauen Kinofilme 

Das Laboratorium der Urkantone informiert über den Trinkwasserzustand, Sorgenkinder bei den Lebensmittelinspektionen und über Geparde, die Kinofilme schauen.

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(lil) In einigen intensiv ackerbaulich genutzten Gebieten der Schweiz wurden Pflanzenschutzmittel im Grundwasser nachgewiesen, schreibt das Laboratorium der Urkantone. Nun kann der Kantonschemiker für die Kantone Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden Entwarnung geben: Es wurden 66 Trinkwasserproben untersucht und keine Pflanzenschutzmittel nachgewiesen.

Jahresbericht 2019

50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten im Laboratorium der Urkantone in Brunnen für die Sicherheit der Lebensmittel und des Trinkwassers, den Schutz vor gefährlichen Chemikalien und vor Tierseuchen, den Tierschutz und für den korrekten Umgang mit Tierarzneimittel in den Kantonen Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden. Hier ist der Jahresbericht 2019 zu finden. (lil)

Weiter informiert der Kantonschemiker über die 2019 durchgeführten Lebensmittelinspektionen. Von 2223 Inspektionen waren in 296 Fällen die vorrätigen Lebensmittel zu beanstanden und Arbeitsprozesse waren in 147 Fällen nicht konform. Von den untersuchten Lebensmitteln wies ein Fünftel hygienische Mängel auf. Betroffen waren laut Kantonschemiker vor allem vorgekochte und genussfertige Speisen, Desserts, Patisserie- und Konditoreiprodukte, Speiseeis, Eiswürfel, Käse, Fleischwaren und Schlagrahm. In jeder sechsten Speise wurden Bakterien entdeckt, die auf «erhebliche hygienische Mängel» hinweisen.

Geparde schauen Kinofilme

Anfangs März wurde zwei Geparde aus Südafrika im Natur- und Tierpark Goldau untergebracht und drei Monate unter Quarantäne gestellt, da Südafrika als Tollwutrisikoland gilt. Damit die Tiere während der Quarantäne nicht unterbeschäftigt waren, wurden ihnen vom Tierpark Goldau Kinofilme mit Szenen aus Afrika abgespielt. Die beiden Geparde haben sehr positiv darauf reagiert, die der Kantonstierarzt schreibt. Mittlerweile seien die Tiere in den Kinderzoo in Rapperswil überführt worden.

Mehr vernachlässigte Haustiere

Die Anzahl von vernachlässigten Haustieren nimmt zu. So mussten vom Kantonstierarzt im vergangenen Jahr 270 Heimtierfälle bearbeitet werden. Darunter waren auch gravierende Fälle, wie ein kleiner Hund, der in einer verschmutzten und verstellten Wohnung zurückgelassen wurde und mehrere Tage eingesperrt im Badezimmer verbringen musste. Der Hund hat mittlerweile ein neues Zuhause gefunden. Dem ehemaligen Hundehalter wurde ein Tierhalteverbot auferlegt und Strafanzeige eingereicht.