Kibag muss nicht mehr warten

Der Gemeinderat Schwyz hat seine Meinung zum Steinbruch Zingel geändert. Der Meinungsumschwung fiel zu Gunsten der Steinbruchfirma aus.

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Der Verbindungstunnel zwischem dem neuen (Bild) und dem alten Teil des Steinbruchs Zingel. (Bild: Bert Schnüriger/Neue SZ)

Der Verbindungstunnel zwischem dem neuen (Bild) und dem alten Teil des Steinbruchs Zingel. (Bild: Bert Schnüriger/Neue SZ)

Die Firma Kibag hat für ihren Steinbruch Zingel in Seewen jetzt die vollständige Abbaubewilligung erhalten. Also dürfen im neuen Teil des Steinbruchs in den nächsten beiden Jahrzehnten etwa 2,4 Millionen Kubikmeter Hartgestein abgebaut werden. Und zwar bis auf 440 Meter über Meer hinunter. Das heisst, auch die neue Steinbruchmulde darf so tief gegraben werden wie der heutige vordere Teil des Steinbruchs. Er ist inzwischen stillgelegt, hier wird nicht mehr abgebaut. Für diese vollständige Bewilligung musste die Kibag kämpfen. Denn 2009 erhielt die Firma nur eine Teilbewilligung. Es dürften nur drei von vier Abbauetappen ausgeführt werden.
Damit hätte das Hartgestein nur bis auf 520 Meter über Meer hinunter aus der Grube geholt werden dürfen. Für die verbleibenden untersten 80 Meter Abtiefung hätte die Kibag in etwa zehn Jahren eine weitere Baubewilligung einholen müssen. Die Gemeinde Schwyz als Bewilligungsbehörde stützte sich damals auf eine entsprechende Auflage des kantonalen Amts für Umweltschutz.

Die Kibag wehrte sich gegen diesen Entscheid vorerst beim kantonalen Verwaltungsgericht und letztes Jahr auch beim Bundesgericht.

Bert Schnüriger / Neue SZ