KINDERBETREUUNG: Verzicht auf familienergänzende Tagesstrukturen

Der Schwyzer Gemeinderat verzichtet auf die Schaffung eines familienergänzenden Betreuungsangebots. Ein geplanter mehrjähriger Versuchsbetrieb findet nicht statt. Grund sind die Kosten und der ungenügende Bedarf, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

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Ursprünglich plante der Gemeinderat eine Betreuung von Schulkindern an drei Nachmittagen mit Hausaufgabenhilfe sowie ein Mittagstisch. Nach Abzug der Elternbeiträge hätte dies die Gemeinde rund 30'000 Franken gekostet.

Die schwierige Finanzsituation lasse es nicht zu, dass während der Umsetzung eines Sparprogrammes zusätzlich neue Aufgaben und Lasten übernommen würden, schreibt der Gemeinderat.

Zudem hätten in einer Umfrage nur knapp 20 Prozent der befragten Familien einen Betreuungsbedarf angegeben. Der Wert zeige, dass die private Kinderbetreuung in Schwyz funktioniere und kein zusätzliches staatliches Angebot zu schaffen sei, heisst es in der Mitteilung weiter.

sda