KIRCHE: Es gibt immer weniger Katholiken

Der Anteil der Katholiken und Reformierten in der Schweiz schwindet – auch in der Zentralschweiz. Im Jahr 2010 dürften nur noch rund zwei Drittel katholisch oder reformiert sein.

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Gottesdienstbesucher in der Klosterkirche Einsiedeln. (Michael Buholzer / Neue LZ)

Gottesdienstbesucher in der Klosterkirche Einsiedeln. (Michael Buholzer / Neue LZ)

Die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte Kirche der Schweiz verlieren landesweit an Bedeutung. Der Anteil Katholiken und Reformierten geht gemessen an der Gesamtbevölkerung zurück. Dies zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts in St. Gallen. Einerseits verlieren die Kirchen nach wie vor Mitglieder. Andererseits stärkt das Bevölkerungswachstum insbesondere die christlich-orthodoxen Kirchen sowie die Islamischen Glaubensgemeinschaften.

1970 noch 50 Prozent katholisch
In der Zentralschweiz vermochten die Reformierten ihren Anteil an der Bevölkerung zwischen dem Jahr 2000 und 2005 stabil zu halten. Der Anteil der Katholiken nahm hingegen in Schwyz (3,2 Prozent), Obwalden (2,7 Prozent), Luzern (1,5 Prozent), Nidwalden (1,4 Prozent) und Zug (1,2 Prozent) ab. Einzig Uri verzeichnete ein Plus von 0,9 Prozent (siehe Infografik).



Für 2010 rechnet die Studie landesweit mit einem Anteil der römisch-katholischen Kirchen an der Bevölkerung von 36 bis 38 Prozent und der evangelisch-reformierten Kirche von 27 bis 29 Prozent. Im Jahr 1970 lag dieser bei den Katholiken noch bei 49,4 Prozent, bei den Reformierten bei 46,4 Prozent.

Michael Widmer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung