KLÄRANLAGE SCHWYZ: Umbauten kosten 22 Millionen

Die Kläranlage Schwyz ist zu klein und zu wenig leistungsfähig geworden. Dies kostet den Abwasserverband jetzt eine Stange Geld.

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Kaspar Knüsel vom Abwasserverband Schwyz mit einem Bauplan der neuen Biofilteranlage. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Kaspar Knüsel vom Abwasserverband Schwyz mit einem Bauplan der neuen Biofilteranlage. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

22 Millionen Franken soll die Erneuerung der Kläranlage Schwyz kosten. Der Abwasserverband will sich dieses Geld aber nicht einfach über Kredite bei den angeschlossenen Gemeinden beschaffen. 

Vielmehr haben die Gemeinden Schwyz, Ingenbohl, Steinen, Morschach, Steinerberg und Lauerz ihrem Abwasserverband im Jahr 2001 weit gehende Kompetenzen erteilt. 

Damals wurden die Statuten so geändert, dass der Verband für Anlagenerneuerungen oder Ausbauten ganz einfach in eigener Regie ein Darlehen aufnehmen kann. Es wird danach von den Gemeinden über deren alljährliche Betriebsbeiträge verzinst und amortisiert. Damit geht der Verband einen anderen Weg als andere Zweckverbände.

Keine Volksabstimmungen
In den sechs Verbandsgemeinden werden seit 2001 nicht mehr Urnenabstimmungen über Kredite zur Anlagenerneuerungen notwendig. «Wir sind in einer glücklichen Lage», sagt dazu Kaspar Knüsel, Geschäftsführer des Abwasserverbandes Schwyz. Denn jetzt könne die Statutenänderung aus dem Jahr 2001 das Verfahren verkürzen. Und: «Damit entfällt das Risiko, dass das Nein einer einzigen Gemeinde das Projekt blockieren könnte.» 

Vor vier Jahren hat der Verband bereits auf diesem Weg für 1,6 Millionen Franken eine technisch aufwändige neue Klärschlammtrocknungsanlage finanziert. «Dieser neue Anlagenteil ist heute bereits amortisiert», sagt Knüsel. Die Gemeinden leisten ihre Betriebs- und Amortisationszahlungen je nach Einwohnerzahl.

Baugesuch
Der Abwasserverband Schwyz hat diese Woche das Baugesuch samt Umweltverträglichkeitsbericht für den Anlagenumbau bei der Schwyzer Bauverwaltung eingereicht. Wird das Gesuch bewilligt, soll schon im Frühjahr 2009 mit den Bauarbeiten begonnen werden. 

Sie werden in der gleichzeitig ständig in Betrieb stehenden Kläranlage ablaufen müssen. Das Erneuerungsprojekt soll laut Knüsel gegen Ende des Jahres 2010 fertiggestellt sein.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.