KLEINVIEHZUCHTVERBAND: «Vielleicht ist das auch ein Aberglaube»

Armin Schuler sagt, dass Tiere nicht vermenschlicht werden dürfen. Er spricht über Mafia, Unverständnis und warum er lieber friedliche als schöne Schafe besitzt.

Drucken
Teilen
Der Kleinviehzuchverband, der von Armin Schuler präsidiert wird, feiert heuer sein 100-Jähriges. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

Der Kleinviehzuchverband, der von Armin Schuler präsidiert wird, feiert heuer sein 100-Jähriges. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

Die Tiere von Armin Schuler haben mit scheuen oder gar verstörten Schafen wenig gemeinsam: Noch bevor Schuler die Wiese betritt, laufen ihm seine Vierbeiner begeistert entgegen. «Ich will Schafe, die zutraulich sind und mit denen ich problemlos einen Weidwechsel machen kann», erklärt der Rothenthurmer. Bei ihm käme nicht die Schönheit, sondern das Vertrauen der Tiere an erster Stelle. Es gäbe wohl immer Einzelgänger oder Rebellen, «doch sie sind die Ersten, die im Schlachthof landen».

Schuler ist Vizepräsident des Schwyzer Kleinviehzuchtverbands. Diesem sind zehn Schafzucht- und elf Ziegenzuchtgenossenschaften angegliedert. Gibt es nie Probleme untereinander? «Früher hat man mehr gegeneinander gearbeitet, und beide haben für sich geschaut», sagt der 41-Jährige. Zwar gebe es heute auch noch Reibereien, «aber wir halten vermehrt zusammen».

Metzger als «Mafia»
Schuler selber besitzt 25 «Braunköpfige Fleischschafe» und einen Ziegenbock. Was sind die Schwierigkeiten bei der Zucht? «In erster Linie muss man Glück haben», betont der Rothenthurmer. Meistens wenn ein Tier sterbe, sei es das schönste. «Vielleicht ist das auch ein Aberglaube», meint er dann und lacht. Ziel bei der Schafzucht sei, dass ein Lamm nach vier oder fünf Monaten ein Gewicht von 40 bis 45 Kilogramm erreiche und somit schlachtreif sei. Die Metzger aber seien manchmal «wie eine Mafia». Gewicht und auch die Fleischigkeit müssten genau stimmen. «Ein Metzger will ein Lamm, das Fleisch hat, aber wenig Fett.» Schuler sagt, dass es möglich sei, die Zucht zu verbessern und den Anteil von Fleisch und Fett zu optimieren.

Andrea Schelbert

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.