KLIMAERWÄRMUNG: Schmilzt den Skigebieten bald der Schnee weg?

Der Sommer wird in 50 Jahren länger und es schneit seltener. Sörenberg setzt jetzt schon auf einen Wasserpark.

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Für die Skigebiete ist vor allem wichtig, dass es weiterhin genügend kalte Tage gibt, an denen die Pisten beschneit werden können (Symbolbild). (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Für die Skigebiete ist vor allem wichtig, dass es weiterhin genügend kalte Tage gibt, an denen die Pisten beschneit werden können (Symbolbild). (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Das Klimaszenario von Meteo Schweiz für 2060 prophezeit den Skigebieten keine rosige Zukunft: Wegen der Klimaerwärmung fällt immer weniger Schnee – in den Gipfellagen nimmt die Anzahl der Neuschneetage um 20 ab. Gleichzeitig verlängert sich der Sommer und dehnt sich auf die Berge aus. So herrschen in rund 50 Jahren im Gegensatz zu heute auch auf über 1500 Meter über Meer ab und zu mal Temperaturen von mehr als 25 Grad Celsius. Stephan Bader, Klimatologe bei Meteo Schweiz, sagt: «Skigebiete, die nicht höher als 1500 Meter über Meer liegen, werden zunehmend leiden.»

Zu heiss für Ferien am Meer?

Bei den Bergbahnen Sörenberg etwa hat man das Problem längst erkannt. So sagt Direktor Karl Lustenberger: «Es wäre fahrlässig, nicht an die Zukunft zu denken. Deshalb realisieren wir jetzt schon Projekte für den Sommertourismus, wie etwa den Moorwasserpark.» Der Moorwasserpark beim Restaurant Rossweid besteht etwa aus Teichen mit Wasserspielgeräten, Geschicklichkeitsspielen und Picknickstellen und wird Ende Juli eröffnet. Lustenberger hofft: «Vielleicht machen die Leute in 50 Jahren lieber Sommerferien in den Bergen als am Meer, wo es dann womöglich viel zu heiss ist.»

Aleksandra Mladenovic

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