Klinik Adelheid verklagt Schwyzer Regierung

Die Klinik Adelheid in Unterägeri ist enttäuscht vom Entscheid der Schwyzer Regierung, sie von der Spitalliste zu streichen. Nach ihrer Ansicht ergeben sich daraus Nachteile für Schwyzer Patienten. Sie will den Entscheid mit einer Beschwerde anfechten.

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Die Klinik Adelheid in Unterägeri (Bild: Archiv Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Die Klinik Adelheid in Unterägeri (Bild: Archiv Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

In einer Stellungnahme vom Mittwoch weist die Klinik Adelheid, ein Zentrum für Rehabilitation und Nachbehandlung, auf die bisherige kooperative Zusammenarbeit mit Schwyz hin. Die Klinik betreue seit Jahrzehnten den grössten Teil der Rehabilitationspatienten aus dem Kanton Schwyz.

Offenbar gehen die Preis-Vorstellungen aber auseinander. Die für Adelheid vom Kanton Zug provisorisch festgelegte Tagespauschale beträgt 604 Franken. Die Schwyzer Regierung dagegen orientiert sich am tiefsten Ansatz von 450 Franken. Die von Schwyz geforderte Tarifsenkung um 35 bis 40 Prozent entbehre jeglicher realistischer Grundlagen, schreibt die Klinik.

Nachteile für Schwyzer Patienten

Mit der Streichung von der Spitalliste nehme die Schwyzer Regierung in Kauf, dass ihre Patienten im Gegensatz zu jenen von Zug, Luzern und Uri persönliche Kostenanteile übernehmen müssen, wenn sie die Verlegung in weiter entfernte Kliniken vermeiden wollen.

Angesichts der gut ausgelasteten Rehabilitationskliniken sei zudem mit Versorgungsengpässen und Qualitätseinbussen zu rechnen, schreibt die Klinik Adelheid weiter. Das werde vor allem die grundversicherten Patienten und jene mit schwierigen Krankheitsbildern treffen.

Bis zum Entscheid über die Beschwerde gegen die Spitalliste werde die Klinik im Interesse der Betroffenen weiterhin alle Patienten ohne die Verrechnung von persönlich zu übernehmenden Kostenanteilen aufnehmen, heisst es in der Medienmitteilung. Man nehme damit finanzielle Einbussen in Kauf.

sda

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