Knappes Resultat ermöglicht den Seematt-Park

In mehreren Innerschwyzer Gemeinden wurde zu umstrittenen Geschäften abgestimmt. Spannend lief es in Lauerz.

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Der Gemeinderat Lauerz erhielt am Sonntag grünes Licht für sein Projekt Seepark. Bei einer Stimmbeteiligung von sehr hohen 70 Prozent wurde der Neubau am Lauerzersee mit 264 Ja gegen 252 Nein angenommen. Es geht um einen Neubau im Lauerzer Seebad, der 3,67 Millionen Franken kosten soll. Umstritten war dabei weniger der Neubau der Lauerzer Badi an sich als das im Neubau eingeplante Restaurant und die Gewerberäume. Beides soll später vermietet werden.

Dagegen opponierten in Lauerz sowohl die SVP als auch die FDP. Dabei wurde auf den Umstand verwiesen, dass Lauerz nebst den bestehenden Restaurants nicht auch noch einen gemeindeeigenen Gastbetrieb benötige.

Arth lehnt Tiefgarage ab

Eine Abfuhr erlitt der Gemeinderat Arth mit einer seiner kommunalen Vorlagen. Die Mehrheit der Stimmbürger lehnte einen Verpflichtungskredit von 5,1 Millionen Franken für den Neubau einer Tiefgarage unter der Hofmatt-Wiese in Arth ab. Der Kredit unterlag mit 1646 Nein gegen 1391 Ja. Dies bei einer Stimmbeteiligung von rund 46 Prozent. Gegner des Projekts hatten im Vorfeld der Abstimmung bemängelt, der grosse Teil der geplanten 121 neuen unterirdischen Parkplätze sei schon vor der Eröffnung vermietet. Zudem sei das Projekt zu teuer.

Neues Alterszentrum

Besser erging es dem Gemeinderat Arth mit einer weiteren Vorlage: einem Investitionsbeitrag von 4,3 Millionen Franken an den Bau des neuen Alterszentrums «Chriesigarte» in Arth. Diesen Neubau wird jetzt die Stiftung Pflegezentren Gemeinde Arth mit Kosten von rund 30 Millionen Franken realisieren können. Er soll unter anderem das sehr in die Jahre gekommene Altersheim Hofmatt in Arth ersetzen.

Ein Nein in Ingenbohl

In der Gemeinde Ingenbohl war über vier kommunale Geschäfte zu entscheiden. Dabei erlitt die letzte der vier Vorlagen Schiffbruch: Ein Kredit von 160'000 Franken für die flächendeckende Einführung und Umsetzung von Tempo 30 auf dem Gemeindegebiet wurde mit 1232 Nein gegen 1161 Ja abgelehnt.

Besser erging es den drei anderen gemeinderätlichen Vorlagen: Ein Teilzonenplan Allmig wurde mit 1609 Ja zu 639 Nein angenommen, der Kredit von 800'000 Franken für den Neubau des Muota-Platzes wurde mit 1638 Ja gegen 708 Nein genehmigt, und auch das neue Kurtaxenreglement fand mit 1648 Ja gegen 573 Nein eine klare Zustimmung.

 

Bert Schnüriger