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KONKURS: Sieben Prozent weniger Firmenpleiten in der Zentralschweiz

2'321 Firmen sind in der Schweiz im ersten Halbjahr 2016 pleite gegangen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einer Zunahme von vier Prozent, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B am Mittwoch mitteilte. In der Zentralschweiz gibt es hingegen sieben Prozent weniger Geschäftsaufgaben.
In der Schweiz gingen mehr Firmen Pleite als im ersten Halbjahr 2015. (Symbolbild Keystone)

In der Schweiz gingen mehr Firmen Pleite als im ersten Halbjahr 2015. (Symbolbild Keystone)

Zudem sind junge Firmen überdurchschnittlich vom Konkursrisiko betroffen. Die Analyse von Bisnode D&B zeigt, dass Firmen, die bis fünf Jahre alt sind, 31 Prozent aller im Handelsregister verzeichneten aktiven Firmen ausmachen, aber im ersten Halbjahr 2016 für die Hälfte aller Konkurse standen.

«Das bedeutet, dass junge Unternehmen mit einem Alter von bis zu fünf Jahren ein rund 2,3 Mal höheres Insolvenzrisiko haben als alte Unternehmen mit einem Alter ab sechs Jahren», heisst es in der Mitteilung. Deshalb empfiehlt der Informationsdienst, dass bei einer Bonitätsprüfung von Geschäftspartnern der Risikofaktor Firmenalter immer mit einbezogen werden sollte.

Betrachtet man die rund 2300 Firmen-Konkurse des ersten Halbjahres 2016 nach Regionen, ergeben sich grosse Unterschiede: Mit 21 Prozent am meisten Pleiten verzeichnet die Südwestschweiz, gefolgt vom Tessin (+6 Prozent), Zürich (+4 Prozent), der Ostschweiz (+3 Prozent) und der Nordwestschweiz (+1 Prozent). Abgenommen haben die Insolvenzen nur im Espace Mittelland (-11 Prozent ) und in der Zentralschweiz (-7 Prozent).

Den Firmenpleiten stehen 21'158 Firmen-Neugründungen gegenüber. Das entspricht einer Zunahme von 2 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Dabei stieg die Anzahl der Neugründungen in allen Regionen mit Ausnahme des Tessin, wo ganze 16 Prozent weniger Firmen neu gegründet wurden und der Zentralschweiz, wo die Neugründungen um 1 Prozent zurückgingen.

sda

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