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KONKURSREITEREI: Schwyz ist gemäss Regierung keine Hochburg der «Firmenbestatter»

Der Kanton Schwyz ist kein Paradies für «Firmenbestatter». Dies schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort auf einen Vorstoss aus dem Kantonsrat. Es gebe keine Hinweise, wonach Unternehmen den Kanton Schwyz bevorzugen würden, um hier ihre Firmen in den Konkurs zu treiben.
In der Schweiz gingen mehr Firmen Pleite als im ersten Halbjahr 2015. (Symbolbild Keystone)

In der Schweiz gingen mehr Firmen Pleite als im ersten Halbjahr 2015. (Symbolbild Keystone)

Kantonsratsmitglieder der CVP, SP und SVP wollten vom Regierungsrat wissen, was der Kanton gegen die Konkursreiterei mache. Anlass war die Ankündigung Zürichs, diese verstärkt strafrechtlich zu verfolgen.

Gemäss der am Dienstag veröffentlichten Antwort der Regierung steht am Anfang der Konkursreiterei ein überschuldeter Unternehmer. Um dem Konkurs aus dem Weg zu gehen, die Schulden zu liquidieren und seinen Namen zu schützen, engagiert er einen Vermittler.

Das Unternehmen wird dann an eine mittellose Person weitergegeben. Diese lässt die mit einem neuen Namen ausgestattete Firma Konkurs gehen. Die Gläubiger gehen leer aus, der Staat muss die Verfahrenskosten übernehmen.

Entgegen den Vermutungen der drei Vorstösser ist Schwyz nach Angaben des Regierungsrates kein Paradies für «Firmenbestatter». Dafür gebe es keine Hinweise, schreibt die Kantonsregierung. Die Erfahrungen zeigten viel mehr, dass sich im Kanton Schwyz domilizierte Unternehmen eher an ausserkantonale «Firmenbestatter» wenden würden. Die Konkurseröffnung würde somit ausserhalb des Kantons erfolgen.

Die Schwyzer Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Aktivitäten Zürichs gegen die Konkursreiterei die Zahl der Konkursdelikte in Schwyz ansteigen lässt. Der Personalbestand für die Verfolgung von Wirtschaftsdelikten wird deswegen auf 2018 aufgestockt. Zudem sollen die Verfahren vereinfacht und vereinheitlicht werden.

(sda)

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