Reiseanbieter Tui schliesst schweizweit acht Filialen – drei davon in der Zentralschweiz

Die Coronapandemie hat die Reisebranche besonders hart getroffen. Nun muss Tui Suisse jede siebte Stelle streichen – in der Zentralschweiz sind neun Mitarbeitende betroffen.

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Reisekataloge von Tui.

Reisekataloge von Tui.

Keystone

(mg/lil) «Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Sommer rund 70 Prozent weniger Reisen durchführen können als ursprünglich erwartet», sagt Philipp von Czapiewski, Managing Director von Tui Suisse. Um auch «künftig erfolgreich zu sein» passe man nun die Grösse des Filialnetzes an, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Konkret bedeutet dies das Aus für acht Filialen. Die Standorte Zürich Sihlporte, Winterthur Marktgasse, Dietikon, Mall of Switzerland (Ebikon), Cham, Luzern Zürichstrasse, Bern Spitalgasse und Biel werden geschlossen.

Damit verbunden ist auch ein Stellenabbau. 70 Stellen fallen weg. «Die Reduktion von Stellen wird sowohl durch natürliche Fluktuationen, Pensionierungen, Arbeitspensum-Reduktionen aber auch Entlassungen umgesetzt», heisst es in der Mitteilung. «Diese Massnahmen sind aktuell aber leider notwendig, um für die Zukunft richtig aufgestellt zu sein», so Philipp von Czapiewski. Tui beschäftigt aktuell 468 Mitarbeitende in der Schweiz und biete allen betroffenen Mitarbeitenden Unterstützung durch einen Sozialplan.

In der Zentralschweiz sind neun Mitarbeitende betroffen

Die drei Zentralschweizer Filialen in Ebikon, Luzern Stadt und Cham beschäftigen insgesamt neun Personen. Auf Anfrage sagt Bianca Schmidt, Medienverantwortliche von Tui Suisse, dass nicht alle neun Mitarbeiter entlassen werden. Es bestehe beispielsweise die Option, Mitarbeitende in einer anderen Zentralschweizer Filiale anzustellen. Eine andere Möglichkeit bestünde darin, Pensen zu reduzieren, damit mehr Leute beschäftigt werden können.

Das Ziel sei zwar, möglichst wenige der Mitarbeitenden zu verlieren – gerade aufgrund ihres wertvollen Know-Hows, wie Schmidt weiter sagt. Dass aber alle der neun Angestellten weiterbeschäftigt werden können, sei sehr unwahrscheinlich. Konkretere Angaben könne sie aber keine machen. Gespräche mit den Mitarbeitern seien im Gange.