Kühe werden auf Doping kontrolliert

Damit das Euter besonders prall aussieht, greifen Züchter an Viehausstellungen zu Tricks. Nun gibt es vermehrt Kontrollen.

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An einer Viehausstellung in Küssnacht im letzten Jahr. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)

An einer Viehausstellung in Küssnacht im letzten Jahr. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)

Je praller das Euter ist, desto besser wird die Kuh an Viehschauen bewertet. Deshalb helfen die Züchter manchmal nach und greifen zu unlauteren Methoden. «Sie melken die Kuh am Morgen nicht, damit das Euter praller wird», sagt Josef Risi, Leiter des Veterinäramtes der Urkantone und früher selber Viehzüchter. Noch schlimmer: «Manchmal werden die Zitzen der Euter sogar zugeklebt oder verstopft, damit keine Milch heraustropft», sagt Risi.

Bei Verstoss kein Geld mehrDas sei für das Tier äusserst unangenehm und verstösst gegen den Ehrenkodex, den die Arbeitsgemeinschaft Schweizer Rinderzüchter (ASR) für Viehschauen ausgearbeitet hat. Als Dachorganisation der Schweizer Rinderzuchtverbände setzt sie sich dafür ein, dass an Viehschauen alles mit rechten Dingen zugeht. Dafür hat sie nun eine Kontrollkommission auf die Beine gestellt, die regionale und nationale Viehschauen auf Verstösse gegen den Ehrenkodex überprüft.

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.