KÜSSNACHT: Alte Töffs rasten um die Wette

Rund 200 historische Töffs haben den Weg von Küssnacht auf die Seebodenalp am Wochenende unter die Räder genommen.

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Beat Strickler aus Merlischachen mit seiner Moto Guzzi Falcone Sport. (Bild: Team Roger Harrison)

Beat Strickler aus Merlischachen mit seiner Moto Guzzi Falcone Sport. (Bild: Team Roger Harrison)

Peter Clews auf Stoke on trent / Grossbritannien mit seiner Morgan Threewheeler Supersport (Bild: Team Roger Harrison)
13 Bilder
Roland Lucini aus Besazio / TI mit seiner Suzuki-Schmid T500 (Bild: Team Roger Harrison)
Marc Fischer aus Küssnacht am Rigi mit seiner Indian Scout (Bild: Team Roger Harrison)
Beat Strickler aus Merlischachen mit seiner Moto Guzzi Falcone Sport. (Bild: Team Roger Harrison)
Martin Jakob aus Langnau im Emmental mit seiner Ariel VG 600 (Bild: Tele 1)
Urs Zihlmann aus Giswil mit seiner NSU Bullus SS (Bild: Tele 1)
Impression vom Startgelände (Bild: Tele 1)
René Trottmann aus Bergdietikon mit seiner Indian Sport Scout (Bild: Tele 1)
Romano Reutimann aus Bertschikon mit seiner Bultaco Pursang beim Start, rechts daneben wartet Eugen Howald aus Herzogenbuchsee mit seiner Suzuki Marke Eigenbau Typ T20 auf den Start. (Bild: Tele 1)
Guido Cadulbert aus Winznau am Start (Bild: Tele 1)
Tagessieger André Schnyder (Bildmitte) (Bild: Team Harrison)
Die Festwirtschaften verzeichneten Rekord-Umsätze (Bild: Team Roger Harrison)
Streckenposten «präpariert» die Strasse. (Bild: Team Roger Harrison)

Peter Clews auf Stoke on trent / Grossbritannien mit seiner Morgan Threewheeler Supersport (Bild: Team Roger Harrison)

Tagessieger wurde André Schnyder aus Kriens. Mit seiner BMW R25/3, Jahrgang 1955, erzielte er mit 25 Hundertstel die kleinste Zeitdifferenz aus zwei Wertungsläufen und blieb unter der geforderten maximalen Höchstdurchschnittsgeschwindigkeit von 49,9 km/h. Es ist dies schon der zweite Sieg des Töffliebhabers mit eigenem kleinen Museum nach 2011. 

Ueli Küng aus Muri hatte eine Differenz von lediglich 0,05 Sekunden, fuhr aber schneller als die gemäss Reglement erlaubten 49,9 km/h. «Das ist trotzdem Präzision vom Feinsten», schwärmte Rennleiter Gary Gwerder. Der Fahrer aus dem Aargau hat die 5,09 Kilometer lange Strecke mit 545 Höhenmeter am genausten zurückgelegt.

«Ich winde den Fahrern, den Helfern, den Gästen und den verschiedenen weiteren Betreuern ein grosses Kränzchen. Es war ein perfektes Bergrennen, viele Fahrer haben uns spontan gratuliert», bilanziert Gary Gwerder die vierte Ausgabe seit dem Neustart 2007.

Der Engländer Peter Clews war mit seiner Morgan Threewheeler am Start. Er zog das Bergrennen in Küssnacht dem Event Goodwood vor, dem grössten Oldtimer-Festival in Grossbritannien. Und auch Hans-Hermann Fett aus Rüsselsheim/D lobte das Bergrennen in den höchsten Tönen: «Das ist eines der bestorganisierten Rennen, welches ich je besucht habe».

Die Fahrer lobten besonders die ideale Rennstrecke, aber auch die Infrastruktur im Fahrerlager sowie die Informationen und Hilfsbereitschaft des OK. Geschätzt wurde einerseits die Professionalität, andererseits aber auch die Spontanität und den fast familiären Charakter. Dies bestätigt auch der 83-jährige Willi Jaberg aus Windisch, der seit 1958 Rennen mit seinem Motosacoche des Jahrgangs 1928 fährt. Er war schon mehrmals hier, und auch mit seiner Zeitdifferenz der beiden Läufe von 14 Sekunden war er sehr zufrieden.

Auch viele Einheimische, welche sonst keine Rennen fahren, nutzten die Gelegenheit und präsentierten ihre Maschinen dem anwesenden Publikum. Rund 4000 Zuschauer waren gemäss OK am Streckenrand.

Für Rennleiter Gary Gwerder besonders erfreulich ist, dass es keine Unfälle gegeben hat: «Das Sicherheitskonzept hat funktioniert.» Ausfälle gab es einige, der Grund liegt auf der Hand. Gemäss dem Rennleiter sind es teilweise die recht alten Maschinen und zum anderen, weil die Fahrer sich, die Strasse oder ihr Fahrzeug überschätzen».

OK-Präsident Roman Schlömmer zieht ein positives Fazit vom Rennwochenende. Besonders erwähnt er die Festwirtschaften, die Rekord-Umsätze erzielten hätten. Das Budget betrug 180'000 Franken. Man hoffe auf schwarze Zahlen, so Schlömmer. Das nächste Rennen soll in drei Jahren über die Bühne gehen.

pd/rem

Hinweis: Die vollständige Rangliste auf www.bergrennen-seebodenalp.ch