KÜSSNACHT: Bald gibt es mehr günstige Wohnungen

Der Bezirk will etwas gegen die hohen Mietzinse tun. Noch in diesem Jahr soll eine Wohnbaugenossenschaft gegründet werden.

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Neue Überbauungen in Merlischachen: In den letzten Jahren sind im Bezirk Küssnacht fast nur Wohnungen der obersten Preisklasse erstellt worden. (Archivbild Adrian Baer/Neue LZ)

Neue Überbauungen in Merlischachen: In den letzten Jahren sind im Bezirk Küssnacht fast nur Wohnungen der obersten Preisklasse erstellt worden. (Archivbild Adrian Baer/Neue LZ)

«Problematisch und fast unmöglich» – so antwortete der Bezirksrat noch vor drei Monaten auf die Frage, ob günstige Genossenschaftswohnungen auch im Bezirk Küssnacht denkbar seien. Die Küssnachter SP-Kantonsrätin Sybille Dahinden hatte damals eine Einzelinitiative zur Förderung von günstigem Wohnraum beim Bezirksrat eingereicht.

Intaktes Dorfleben in Gefahr
Doch inzwischen hat die Sache eine überraschende Wende genommen: «Das Ziel ist, dass noch in diesem Jahr eine Wohnbaugenossenschaft gegründet wird», sagt Bezirksrat Stefan Kaiser. Man stecke zurzeit in Abklärungen, in welcher Form und zu welchen Bedingungen genossenschaftlicher Wohnungsbau im Bezirk Küssnacht möglich sei. Auch mit Landbesitzern wird bereits verhandelt. «Wir brauchen sehr dringend günstigeren Wohnraum», sagt Stefan Kaiser. Dass mit Mieten von bis zu 7000 Franken pro Monat in den letzten Jahren vor allem Wohlhabende nach Küssnacht gezogen sind, hat zwar die Bezirkskasse gefüllt, doch Stefan Kaiser sieht inzwischen das intakte Dorfleben in Gefahr. «Diese Leute beteiligen sich relativ wenig am Dorfgeschehen – ehrenamtliche Arbeiten werden immer noch hauptsächlich vom Mittelstand geleistet.»

Robert Knobel

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.