KÜSSNACHT: Bezirk wünscht Mitsprache der Bürger

Der Teilrichtplan Wärme stösst nicht überall auf Wohlwollen. Das sei unbegründet, heisst es beim Bezirk.

Erhard Gick
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Bezirksrätin Carole Mayor. (Archivbild / Neue SZ)

Bezirksrätin Carole Mayor. (Archivbild / Neue SZ)

Zurzeit liegt der Teilrichtplan Wärme des Bezirks Küssnacht auf, worin für interessierte Anbieter Gebietszuteilungen für Wärmezulieferung vorgeschrieben werden. Das ist einer Medienmitteilung der Agro Energie Rigi zu entnehmen. «Nicht nur», betont Bezirksrätin Carole Mayor. «In erster Linie wünscht der Bezirksrat natürlich, dass sich auch Küssnachter explizit zum Teilrichtplan Wärme äussern. Wir erhoffen uns eine Vielfalt von Stellungnahmen, wie die Bürger ihre Energiezukunft im Bezirk sehen», sagt Carole Mayor.

Bleibt die freie Wahl?

Eine differenziertere Meinung hat offensichtlich die Agro Energie Rigi zum vorliegenden Teilrichtplan Wärme. Nach Meinung der Energieproduzentin wird mit diesem ein Lenkinstrument geschaffen, mit dem die Behörde direkt in den freien Wettbewerb eingreift. «Auf den ersten Blick wirkt der Teilrichtplan unspektakulär. Aber wenn dieser in Kraft tritt, können Hausbesitzer in Küssnacht in Zukunft nicht mehr auswählen, welchen alternativen Wärmeanbieter sie wollen», sagt Baptist Reichmuth, Initiant der Agro Energie Rigi. Der Bezirk beabsichtige, für sein Gebiet Energiesysteme in verschiedene, verbindliche Zonen aufzuteilen. Damit könne der freie Wettbewerb kaum mehr spielen, und die Preise für alternative Energieangebote würden steigen, hält Baptist Reichmuth weiter fest.

Ein Auge darauf halten

Es komme darauf an, was man mit einem Teilrichtplan bezwecke, entgegnet Bezirksrätin Carole Mayor. Gemäss dem Strategiepapier Energiestadt Küssnacht habe man sich verpflichtet, sorgfältig mit Energie umzugehen. «Wir wollen ein Auge darauf halten, wie mit erneuerbarer Energie umgegangen wird und dazu motivieren, möglichst viel erneuerbare Energie einzusetzen», sagt die Bezirksrätin. «Was wir mit dem Teilrichtplan zudem erreichen wollen, ist der Schutz unserer Infrastrukturen. Werden leitungsgebundene Energieträger installiert, muss das koordiniert werden», sagt Mayor.

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