KÜSSNACHT: Chlausjäger werfen Schatten

Der Bildhauer Nicolas Wittwer ist an der Chlausjägergasse aufgewachsen. Nun darf er diese mit seinen «Schattenzügen» gestalten.

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Bildhauer Nicolas Wittwer (vorne) und sein Partner Thomas Baggenstos. (Bild Chris Iseli/Neue SZ)

Bildhauer Nicolas Wittwer (vorne) und sein Partner Thomas Baggenstos. (Bild Chris Iseli/Neue SZ)

«Es ist eine grosse Ehre für einen jungen Künstler wie mich, mit der künstlerischen Gestaltung der Chlausjägergasse betraut zu werden.» Dies sagte der 35-jährige Merlischacher Bildhauer Nicolas Wittwer, nachdem klar war, dass er als Sieger aus dem von der St. Niklausengesellschaft Richtig: bitte so lassen ausgeschriebenen Wettbewerb hervorgegangen ist. Wittwer reichte das Projekt Schattenzüge gemeinsam mit seinem ehemaligen Lehrling Thomas Baggenstos (25) ein.

Wittwer erhofft sich «eine Langzeitwirkung»
Für den ersten Platz erhalten Wittwer/Baggenstos eine Preissumme von 2500 Franken. Doch das Geld steht für Wittwer nicht im Vordergrund. Vielmehr erhofft er sich von der prominenten Lage seiner Arbeit «eine Langzeitwirkung», welche ihm für sein Steinbildhaueratelier in Merlischachen zugutekommen wird.

Die künstlerische Gestaltung der Chlausjägergasse ist für Nicolas Wittwer eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. «Ich habe von meinem vierten bis zum dreizehnten Lebensjahr an der Hürtelgasse 1 gewohnt.» Zur Erinnerung: So hiess die Chlausjägergasse vor ihrer Umbenennung im Jahre 2003.

Das Werk soll 2009 realisiert werden
Wittwers «Schattenzüge» bestehen aus Steinplatten (200x70 cm), auf denen lebensgrosse, aus Stahl geschnittene Chlausjägerfiguren angebracht werden. Die fertigen Skulpturen werden in regelmässigen Abständen entlang der Chlausjägergasse installiert. «So trifft man das ganze Jahr auf die Schatten der Chlausjäger», erläutert Wittwer.

Die Jury habe sich für das Projekt Wittwer entschieden, da es «durch seine konsequente und originelle Haltung» überzeuge, schreibt sie in ihrem Bericht. Zudem sei es technisch und finanziell mit vernünftigen Mitteln zu realisieren. Jurypräsident Tony Gössi rechnet damit, dass das künstlerische Werk von Wittwer im Jahr 2009 installiert werden kann.

Ernst Zimmerli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.