KÜSSNACHT: Impfkonzept: Übers Ziel hinausgeschossen?

Der Bezirk Küssnacht hat für den Fall einer flächendeckenden Impfung ein Konzept erstellt. Für Kantonsarzt Svend Capol ist das unnötig.

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Eine Spritze wird gesetzt. (Symbolbild Peter Appius/Neue LZ)

Eine Spritze wird gesetzt. (Symbolbild Peter Appius/Neue LZ)

Der Bezirksrat Küssnacht plant Massenimpfungen: «Wenn im Herbst ein Impfstoff gegen die Mexiko-Grippe bereit steht, soll es kein Gerangel geben.» Deshalb hat der Bezirksrat dem Bezirksführungsstab den Auftrag erteilt, ein Konzept für die Abwicklung der Präpandemie-Impfung zu erarbeiten, das jetzt vorliegt.

Ob das Konzept jemals zum Tragen kommt ist aber fraglich. Laut Kantonsarzt Svend Capol würde ein Impfzentrum erst bei einer zweiten Impfwelle zur Anwendung kommen. «Unsere Empfehlung für die erste Welle von Impfungen lautet, dass man auf die vorhandenen Strukturen baut und somit die Impfungen in den Spitälern und Arztpraxen macht», erklärte Capol auf Anfrage. Müsste eine grössere Menge von Leuten geimpft werden, wären die Impfzentren ein weiterer möglicher Schritt. «Es ist aber wahrscheinlich, dass wir nie auf die zweite Stufe kommen», so der Kantonsarzt.

Irene Infanger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.