KÜSSNACHT: Küssnachter befürworten Kauf zweier Strassen

Die Siegwartstrasse und der Giessenweg in Küssnacht geht in Bezirksbesitz über. Mit dem Ja der Küssnachter müssen nun aber einige Anwohner enteignet werden.

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Blick in die Siegwartstrasse. Bild pd

Blick in die Siegwartstrasse. Bild pd

Die Küssnachter Stimmberechtigten legten 2111 Ja-Stimmen gegen 1531 Nein-Stimmen für die Übernahme der Strassen in die Urne. Diese beiden Strassen erschliessen ein in den letzten Jahren stark gewachsenes Siedlungsgebiet in Küssnacht, und seit über 20 Jahren will der Bezirk die beiden Privatstrassen Giessenweg und Siegwartstrasse in seinen Besitz bringen.

Am Sonntag stimmten die Bürger für die Übernahme der 5700 Quadratmeter Strassenraum. Für den Bezirk entstehen dadurch Kosten von 95'000 Franken, davon sind 70'000 Franken als Entschädigung für die 15 Eigentümer vorgesehen. Die meisten von ihnen waren mit der Übernahme einverstanden.

Doch mit einigen Eigentümern konnte aber keine Einigung erzielt werden. Sie besitzen zusammen knapp einen Viertel der betroffenen Strassenfläche. Streitpunkt war unter anderem der Kaufpreis oder die Befürchtung, die beiden Strassen könnten, einmal im Besitz des Bezirks, künftig als Durchgangsstrassen dienen - mit negativen Folgen für die Lebensqualität und die Sicherheit der Schulkinder.

Mit Plakaten setzte sich die eigens gegründete «IG für mehr Demokratie und gegen Vogtei und Oligarchie in Küssnacht» für die Ablehnung der Abstimmungsvorlage ein. Da das Volk am Sonntag Ja zur Übernahme gesagt hat, müssen die Eigentümer, mit denen keine Einigung erzielt werden konnte, mit einer Enteignung rechnen. Dies hatte der Bezirk bereits angekündigt.

rk/kst