KÜSSNACHT: Neubau der Bahn in einem Jahr realisierbar

Immer weniger Passagiere benutzen die Luftseilbahn auf die Seebodenalp. Ver­wal­tungsratspräsident Benno Barmettler ist für die Zukunft dennoch optimistisch.

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Die Luftseilbahn Seebodenalp in Küssnacht. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Die Luftseilbahn Seebodenalp in Küssnacht. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Benno Barmettler, seit 2005 gehen die Passagierzahlen der Luftseilbahn Küssnacht–Seebodenalp kontinuierlich zurück. Weshalb?
Benno Barmettler: Einerseits ist unsere Bahn natürlich ein sehr wetterabhängiges Geschäft, wobei wir im 5-Jahres-Rhythmus mit den 41 109 Fahrgästen gar nicht so schlecht dastehen. Andererseits vermindert die Strasse auf die Seebodenalp natürlich die Attraktivität der Luftseilbahn. Dies zeigt sich besonders bei den Frequenzen im Winter, wo wir nur gerade 11 336 Personen beförderten – die geräumte Strasse ist gerade im Winter zu attraktiv.

Wie realistisch ist unter diesen Voraussetzungen der rund 8 Millionen Franken teure Neubau der Seilbahn, wenn 2017 die Konzession abläuft?
Barmettler: Zuerst müssen wir auf das Transportkonzept des Bezirks warten, das voraussichtlich im Herbst vorgestellt wird. Wenn die Strasse offen bleiben soll, erübrigen sich Diskussionen um die Zukunft der Luftseilbahn sowieso. Dass es aber funktionieren kann, zeigt das Beispiel Sattel–Hochstuckli. Dank der Strassensperrung steht diese Bahn heute sehr gut da.

Wie schätzen Sie die Zukunftschancen der Luftseilbahn ein?
Barmettler: Ich bin Optimist und glaube an die Zukunft der Bahn. Sonst wäre ich auch ein schlechter Verwaltungsratspräsident. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man will, dass mit den Autos auf die Alpen gefahren wird. Das ist in ökologischer Hinsicht doch Blödsinn. Einfach wird es aber nicht.

Interview Cyril Aregger

Das ganze Interview lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.