KÜSSNACHT: Private wollen 400-jähriges Haus vor Abbruch retten

Eine private Bürgergruppe will eines der ältesten Häuser des Bezirks Küssnacht vor dem Abbruch retten. Sie verschieben das 400-jährige Holzhaus im Mai um rund hundert Meter.

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Das Fassbind-Haus soll um 100 Meter verschoben werden. (Bild: PD)

Das Fassbind-Haus soll um 100 Meter verschoben werden. (Bild: PD)

Der Bezirksrat will der Interessengruppe rund um den Architekten Hansjörg Bruggmann für den Wiederaufbau des Fassbind-Hauses ein Grundstück im Baurecht zur Verfügung stellen. Über den Vertrag sollen die Bezirksbürger an der Urne abstimmen.

Der Bezirk hatte im Januar 2015 Interessenten gesucht, die das um 1580 erstellte Holzhaus abbauen und auf eigene Kosten wieder aufbauen und betreiben. Das schützenswerte Gebäude muss einer geplanten rund 126 Millionen Franken teuren Südumfahrung des Orts weichen.

Das Haus an der Seebodenstrasse 23 soll im Mai um rund 100 Meter Richtung Nordosten verschoben und dort zwischengelagert werden, wie der Bezirksrat weiter schreibt. Nach Abschluss der Bauarbeiten für die Südumfahrung gegen 2020 wird in der Nähe des alten Standorts ein neues Fundament gelegt und der Blockbau dorthin zurück versetzt.

Insgesamt werden für den Bau der neuen Südumfahrung bei Küssnacht sechs Wohn- und Gewerbegebäude und Stallungen abgebrochen. Die neue Strasse soll den Kern von Küssnacht entlasten und im Jahr 2020 eröffnet werden. (sda)