KÜSSNACHT: Strom und Wärme für 8000 Haushalte

In den nächsten beiden Jahren werden 80 Millionen Franken in das Energiezentrum Haltikon investiert. 7,5 Millionen Liter Heizöl sollen eingespart werden.

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So sieht das Projekt in einer Visualisierung aus, hinten rechts die Rigi. (Bild: PD)

So sieht das Projekt in einer Visualisierung aus, hinten rechts die Rigi. (Bild: PD)

Die Heizzentrale der Schilliger Holz AG in Haltikon muss in den nächsten Jahren ersetzt werden. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen zusammen mit Baptist Reichmuth, dem Initianten des Fernwärmenetzes im Talkessel von Schwyz, als Ersatz ein Energiezentrum für die Produktion von Strom und Wärme auf die Beine zu stellen. «Wir haben in Schwyz sehr gute Erfahrungen gemacht und möchten jetzt auch in Küssnacht die nachhaltige Produktion von Strom und Wärme ermöglichen», sagt Baptist Reichmuth von der Agro Energie Rigi. Über dieses geplante Energiezentrum Haltikon informierten die Unternehmer am Dienstagabend detailliert vor über 120 interessierten Zuhörern im Monséjour in Küssnacht.

Weniger Lastwagenfahrten

Verbrannt werden in den Heizkesseln ausschliesslich Abfallholz aus der Schilliger Holz AG sowie Abfall- und Kompostholz aus der Region. Mit diesem Abfallholz wird Strom erzeugt, der für die Versorgung von rund 8000 Haushaltungen und Betriebe reicht. Die bei der Stromproduktion frei werdende Abwärme wird in ein Fernwärmenetz geleitet. Es hat die Kapazität, um rund 6000 Haushalte und Betriebe mit Wärme zu versorgen. Mit dieser alternativen Energieproduktion können in der Region Küssnacht jährlich über 7,5 Millionen Liter Heizöl eingespart und kann der CO-Ausstoss stark reduziert werden.

Die Anlage entspricht der neusten Technologie und weist eine hervorragende Umweltbilanz auf. Durch modernste Filtersysteme liegt der Schadstoffausstoss weit unter den gesetzlichen Richtwerten. Zudem nimmt der Verkehr ab: Bisher musste das Abfallholz der Schilliger Holz AG weggeschafft werden. Durch die Verwertung vor Ort entfallen in Zukunft 1800 der heutigen Lastwagenfahrten. «Aus dem bei der Schilliger Holz AG anfallenden Sägemehl produzieren wir zudem vor Ort Pellets, die wir verkaufen», so Reichmuth weiter.

Im Talkessel Schwyz betreibt die Agro Energie Schwyz AG bereits seit vier Jahren erfolgreich ein Fernwärmenetz und baut es ständig weiter aus. Für die Realisierung des Energiezentrums Haltikon werden rund 80 Millionen Franken investiert.

pd/rem

HINWEIS:
Weitere Infos zum Projekt auf http://agroenergierigi.ch