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KÜSSNACHT: Tunneluntergrund für Südumfahrung wird entwässert

Die Wiederaufnahme des Tunnelvortriebs der Südumfahrung steht im März bevor. Im Vorfeld werden nun an der Zwimattstrasse und an der Hofstrasse Bohrungen vorgenommen.
Edith Meyer
Oberbauleiter Kurt Waber (rechts) an der Küssnachter Hofstrasse, wo Erkundungsbohrungen gemacht werden. Bild: Edith Meyer

Oberbauleiter Kurt Waber (rechts) an der Küssnachter Hofstrasse, wo Erkundungsbohrungen gemacht werden. Bild: Edith Meyer

Die Vortriebsarbeiten im 348 Meter langen bergmännischen Teil des Tunnels Burg ruhen seit dem 20. September 2017. Grund war, dass sich damals über dem Südvortrieb eine Sandlinse senkte und an der Oberfläche einen mehrere Meter tiefen Trichter bildete (wir berichteten). Bereits im Juli 2017 war es während der Tunnelarbeiten auf der Nordseite zu einem plötzlichen Wasserzutritt gekommen.

In der Zwischenzeit wurden die geologischen und technischen Abklärungen und Vorbereitungen vorangetrieben, um den Tunnelvortrieb wieder aufnehmen zu können. «Bis zum zweiten Unterbruch der Arbeiten konnte gut die Hälfte des bergmännischen Teils des Tunnels Burg bewältigt werden», heisst es in der Medienmitteilung des Baudepartements Schwyz.

Zufahrt zum Schulhaus Dorfhalde gewährleistet

Ein kleines Bohrgerät für Erkundungsbohrungen ist bereits an der Hofstrasse im Einsatz. «Die verschiedenen technischen Massnahmen, die wir jetzt umsetzen, ergeben sich aus den geologischen Abklärungen», sagt, Kurt Waber, Oberbauleiter der Südumfahrung.

Die Filterbrunnen seien ein Massnahmenpaket von der Oberfläche aus. In einem ersten Schritt werden oberirdisch an der Zwimattstrasse neun Filterbrunnen gebohrt, von der Hofstrasse aus vier. «Die Filterbrunnen gehen 12 bis 22 Meter in die Tiefe», so Waber. Diese haben die Aufgabe, das vorhandene Wasser zu fassen und abzuleiten. Ob weitere Filterbrunnen notwendig sein werden, wird später entschieden.

Verkehrsbehinderungen auf der Hofstrasse

Die Bohrarbeiten werden tagsüber während der normalen Arbeitszeiten ausgeführt. Die Zwimattstrasse bleibt dabei immer einspurig befahrbar. Die Hofstrasse werde hingegen durch das Bohrgerät blockiert. Die Zufahrt zum Schulhaus Dorfhalde und zum öffentlichen Parkplatz beim Schulhaus ist über den Dorfhaldeweg gewährleistet, ebenso die Zufahrt zu den privaten Liegenschaften.

Wie geht es nach den aktuellen Arbeiten weiter? «Das zweite Massnahmenpaket im Tunnel startet im März von der Süd- und Nordseite aus», sagt Waber. Der Firstbereich des Tunnels wird mit sogenannten Jetting-Säulen verfestigt. Dabei wird Zement durch Bohrlöcher gezielt in den Boden eingespritzt, um den Untergrund zu stabilisieren.

Der Terminplan sieht trotz des fünfmonatigen Unterbruchs der Tunnelarbeiten die Eröffnung der Südumfahrung im Jahr 2019 vor. Das Projekt, das Küssnacht vom Durchgangsverkehr entlasten soll, dürfte rund 120 Millionen Franken kosten.

Edith Meyer

zentralschweiz@luzernerzeitung.ch

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