KÜSSNACHT: Widerstand gegen neuen Kiosk am Quai

Die Infrastruktur am Quai in Küssnacht lässt zu wünschen übrig. Damian Hänggi will dies mit einer neuen Nutzung des Pumpenhauses ändern.

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Damian Hänggi will im Pumpenhaus (Hintergrund) einen Kiosk mit Bistro betreiben. (Bild Juliette Ueberschlag/Neue LZ)

Damian Hänggi will im Pumpenhaus (Hintergrund) einen Kiosk mit Bistro betreiben. (Bild Juliette Ueberschlag/Neue LZ)

«Die Nachfrage ist brutal.» Der Küssnachter Damian Hänggi ist überzeugt, dass ein Kiosk mit Bistro am Quai einem Bedürfnis entspricht. Die Gewissheit nimmt Hänggi aus den Gesprächen im täglichen Umgang mit seiner Kundschaft in der gleichnamigen Bäckerei in Küssnacht. «Die Idee eines Kiosks mit Bistro im Pumpenhaus stösst fast durchwegs auf positives Echo», sagt Hänggi. Doch der umtriebige Unternehmer stösst mit seinem Vorhaben auf Widerstand, insbesondere bei den Anwohnern.

«Anwohner haben ein Recht auf Ruhe»
Als Reaktion auf das Baugesuch sind bis zur Eingabefrist Ende Mai laut Damian Hänggi insgesamt 40 Einsprachen eingegangen. Dabei gelte es allerdings zu berücksichtigen, dass es sich bei 38 davon um eine einheitliche, also praktisch um eine Sammeleinsprache von Anwohnern handle.

Anwohner Daniel Saredi meint: «Wir lassen uns nicht einfach ein Café vor die Nase setzen. Am Quai gibt es viele teure Wohnungen, da hat man doch ein Recht auf Ruhe.» Diese Argumentation lässt Damian Hänggi jedoch gelten. Er verweist auf die Öffnungszeiten: «Kiosk und Bistro werden von 9 bis 22 Uhr geöffnet sein. Die Nachtruhe wäre also keinesfalls gestört.»

Kiost mit Bistro soll bessere Durchmischung bringen
Damian Hänggi ist sich hingegen sicher, dass es mit einem Bistro am Quai ruhiger werden würde. «Heute haben wir das Problem, dass niemand da ist, der vor Ort zum Rechten schaut. Es gibt in Küssnacht Gruppierungen, die am Quai Partys feiern, deshalb sind die Anwohner auch sensibilisiert.» Ein Kiosk mit Bistro, glaubt Hänggi, brächte eine bessere Durchmischung.

Trotz des Widerstandes in der unmittelbaren Nachbarschaft geht Damian Hänggi davon aus, dass er sein Projekt in absehbarer Zukunft realisieren kann: «Ich bin überzeugt davon, dass wir eine Lösung finden werden.»

Ernst Zimmerli und Robert Knobel

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.