KÜSSNACHT/HALTIKON: Verwaltungsgericht schmettert Beschwerde gegen Holzheizkraftwerk ab

Die Beschwerde gegen das geplante Holzheizkraftwerk auf dem Areal der Schilliger-Areal in Haltikon ist vom Schwyzer Verwaltungsgericht abgewiesen worden. Die nächste Instanz der Gegner der Anlage wäre das Bundesgericht.

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So soll die Fernheizzentrale dereinst aussehen. (Bild/Visualisierung: PD)

So soll die Fernheizzentrale dereinst aussehen. (Bild/Visualisierung: PD)

Gegen das Holzheizkraftwerk hatten die Gemeinde Udligenswil und Privatpersonen vor einem Jahr ihre Beschwerde an das Verwaltungsgericht Schwyz weitergezogen, nachdem die Schwyzer Regierung diese bereit abgewiesen hatte. Zur Beschwerde geführt hatten Befürchtungen, dass die Heizzentrale Mehrverkehr und eine höhere Schadstoffbelastung der Luft mit sich bringen würde.

Wie die Agro Energie Rigi AG mitteilt, ist die Beschwerde in allen Punkten abgewiesen worden. Das Gericht halte fest, dass das Holzheizkraftwerk zonenkonform und umweltverträglich sei. Es unterstütze zudem die Energiestrategie des Bundes, des Kantons und der Region.

Insbesondere habe das Verwaltungsgericht festgestellt, dass das Bewilligungsverfahren fehlerfrei durchgeführt worden sei. Auch habe sich der Regierungsrat ausführlich und genügend mit den Einwendungen der Projektgegner auseinandergesetzt.

Noch ist nicht klar, ob die Beschwerde vor Bundesgericht landet. Ansonsten könne frühestens im Spätherbst mit dem Bau de Heizanlage begonnen werden.

pd/cv

80 Millionen für Energie aus Alt- und Restholz

Das Heizkraftwerk mit Wärmespeicher soll die Heizzentrale der Firma Schilliger Holz AG ersetzen, aber deutlich grösser werden. Geplant sind Investitionen von rund 80 Millionen Franken. Die Anlage soll Strom pro Jahr 60 Millionen Kilowattstunden (kWh) Wärme für das Fernwärmenetz und 32 kWh Strom produzieren. Rund die Hälfte des Heizholzes wird Restholz aus der Sägerei sein und etwa 40 Prozent Altholz, restliche rund 8 Prozent ist Brennholz aus dem Wald.

Zudem werden aus rund 125 000 Kubikmeter Sägemehl der Schilliger Holz AG rund 40000 Kubikmeter Pellets gepresst.