KULTUREINRICHTUNGEN: Kulturausgleich bringt Entlastung für Luzern

Luzern gibt für seine Kultureinrichtungen jährlich rund 35 Millionen Franken aus. Dank dem neuen Kulturlastenausgleich fliessen nun rund 4 Millionen Franken von den umliegenden Kantonen zurück.

Drucken
Teilen
Sinfonie-Konzert im KKL (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Sinfonie-Konzert im KKL (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Das KKL, das Luzerner Theater und das Luzerner Sinfonieorchester sind Kultureinrichtungen mit überregionaler, zum Teil nationaler oder gar internationaler Strahlkraft. Eine in diesem Jahr in Kraft getretene interkantonale Vereinbarung ermöglicht, dass Luzern von umliegenden Kantonen gemäss deren Mitbenutzung finanziell entlastet wird. Zürich, Uri, Schwyz, Zug und Aargau sind der Vereinbarung beigetreten. Nidwalden und – vorbehältlich des Referendums – ab 2011 auch Obwalden leisten auf der Basis eines Rahmenkredits Zahlungen.

Luzern bekommt rund 4 Millionen
Mit den Zahlungen sollen die Standortkantone Zürich und Luzern entlastet werden, denn diese lassen sich ihre professionell geführten Kultureinrichtungen einiges kosten. Luzern trägt pro Jahr 35 Millionen Franken der Kosten von KKL, Luzerner Theater und Luzerner Sinfonieorchester. 2010 sieht der Lastenausgleich für die Zentralschweizer Kantone wie folgt aus:

  • Luzern erhält rund 4 Millionen Franken.
  • Uri zahlt rund 300'000 Franken.
  • Schwyz zahlt rund 2,1 Millionen Franken.
  • Nidwalden im Rahmen des Rahmenkredits 1,05 Millionen Franken.
  • Zug zahlt rund 2,8 Millionen Franken.

Da die Berechnungen für eine Periode von drei Jahren gelten, bilden diese Zahlen auch die Basis für den Lastenausgleich 2011 und 2012. Die für die Kultur zuständigen Regierungsmitglieder werden voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2011 eine Nachbetrachtung der ersten Berechnungsphase vornehmen.

pd/bep