Kulturelles Zentrum: Regierung hält sich raus

Die Schwyzer Regierung kann sich auf dem Zeughausareal in Seewen ein kulturelles Zentrum vorstellen. Sie will nicht selber aktiv werden. Begrüssen würde sie es, wenn die Gemeinden sich zusammenschliessen und ein Projekt entwickeln würden.

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Das Zeughausareal in Seewen. (Bild: Archiv LZ)

Das Zeughausareal in Seewen. (Bild: Archiv LZ)

Im Kulturraumbericht von 2010 hat die Regierung einen Mangel an professionellen Kulturräumen für Musik und junge Kultur festgestellt. In einem Postulat im Kantonsrat wurde jetzt der Regierung nahegelegt, das Zeughaus Seewen als Standort für einen Kulturraum vorzusehen und mit der Armasuisse Kaufverhandlungen aufzunehmen.

Erwerb derzeit nicht möglich

Doch die Regierung winkt in der am Donnerstag publizierten Antwort ab. Zum einen sei ein Erwerb des Zeughausareals durch den Kanton zurzeit nicht möglich. Die Armasuisse wolle mit Verkaufsverhandlungen zuwarten, bis der kantonale Nutzungsplan rechtskräftig sei.

Gemeinden und Bezirke sind angesprochen

Zum anderen habe der Kulturraumbericht aufgezeigt, dass ein Kulturhaus mit Zentrumsfunktion für den ganzen Kanton wenig sinnvoll sei. In Seewen gehe es lediglich um eine kulturelle Einrichtung für den Talkessel Schwyz. Angesprochen seien deshalb die Gemeinden und Bezirke.

Nicht Aufgabe des Kantons

Es sei nicht Aufgabe des Kantons, auf dem Zeughausareal in Seewen tätig zu werden und einen Kulturraum zu schaffen, schreibt die Regierung. Zu begrüssen wäre hingegen, wenn die Gemeinden ein gemeinsames Angebot entwickeln und sich zusammenschliessen würden.

sda/ks