KULTURRÄUME: Kulturschaffende wehren sich gegen Kanton

In Schwyz ist eine Debatte über die Kultur-Strategie des Kantons entbrannt. Kulturschaffende zeigen sich befremdet und werfen der Regierung vor, sie täte zu wenig, obwohl sie für die Kultur zuständig sei.

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Das MythenForum in Schwyz. (Archivbild Andreas Oppliger/Neue SZ)

Das MythenForum in Schwyz. (Archivbild Andreas Oppliger/Neue SZ)

Der Bericht «Kulturräume im Kanton Schwyz», der im Auftrag des Amtes für Kultur ausgearbeitet wurde, zeigt, dass für rund 70% aller befragten Kulturschaffenden ein klares Bedürfnis nach Veranstaltungsräumen für Konzerte, Theater und Ausstellungen besteht. Sogar 87 Prozent der Befragten empfinden einen deutlichen Mangel an Produktionsräumen im Kanton.

Dezentrale Struktur
Der Regierungsrat interpretierte den vorliegenden Bericht jedoch dahingehend, dass das Fehlen eines kantonalen Kulturzentrums kaum als Mangel empfunden wird, da ja der Wunsch nach einer dezentralen Lösung im Vordergrund stehe. Somit seien gemäss Regierung die Gemeinden und Bezirke für jegliche kulturelle Infrastruktur zuständig.

Offener Brief an die Regierung
Nun gelangt der Verein «Schwyz Kultur Plus» an die Regierung und wehrt sich gegen das Verhalten der Schwyzer Regierung. Gemäss Bundesverfassung sei der Kanton im Bereich Kultur zuständig. «Der Kanton zieht sich aus der Verantwortung», heisst es in einer Medienmitteilung. Der Verein wirft der Regierung weiter vor, dass die anderen Urschweizer Kantone längst die Bedeutung der Kulturförderung erkannt hätten und eine entsprechende Förderungspolitik betreiben.

rem