«KUNSTSZENE SCHWYZ»: Künstler fielen durch Jury-Raster

Kunst bewegt die Gemüter. Jedenfalls ebbt die Kritik am Auswahlverfahren der Jury für die «Kunstszene Schwyz 2008» kaum ab. Aber ist alles korrekt abgelaufen?

Drucken
Teilen
Regierungsrat Walter Stählin: «Das Auswahlverfahren war korrekt.» (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Regierungsrat Walter Stählin: «Das Auswahlverfahren war korrekt.» (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

22 Kunstschaffende dürfen im August ihre Werke an der Kunstszene Schwyz 2008 ausstellen. Die Jury hat sie aus 105 Bewerbungen nach genau festgelegten Auswahlkriterien bestimmt. Und genau an diesem Auswahlverfahren stossen sich nun Kunstschaffende des ganzen Kantons. Eine davon ist die Ausserschwyzer Künstlerin Heidi Marty, die sich zum Verfahren negativ äussert. «Als betroffene Kunstschaffende aus der March möchte ich meinen Unmut zum Ausdruck bringen. Und zwar nicht aus persönlicher Frustration über eine Ablehnung, sondern weil sich die Jurierung nicht an die Ausschreibung hielt», sagt Marty. «Ausgewählt wurden offenbar Künstlerinnen und Künstler, deren Werk zusätzlichen Kriterien entsprachen, die so vorher nicht kommuniziert worden waren», hakt sie nach. So sind unter anderem Kunstschaffende der Malerei und der Bildhauerei kaum oder gar nicht berücksichtigt worden.

Immer differenzierte Meinungen
Regierungsrat Walter Stählin, dessen Erziehungsdepartement durch die Kulturkommission für die Schwyzer Kunstszene verantwortlich ist, relativiert. «Das Auswahlverfahren war aber korrekt und gerecht und nach dem vorher definierten Reglement. Die Eckpunkte wurden ganz klar in einer Leistungsvereinbarung festgehalten. Sie sind meiner Meinung nach eingehalten. Es gibt keine Abweichungen.» Das Profil der Auswahlkriterien seinerseits wurde von der Kulturkommission genehmigt.

Erhard Gick

Mehr zum Thema am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung