KV-Stiftung wirft zahlreiche Fragen auf

Eine Stiftung soll Schwyzer unterstützen, die eine kaufmännische Ausbildung absolvieren möchten. Doch ein ehemaliger KV-Rektor meldet heftige Zweifel an.

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Die kaufmännische Berufsschule an der Riedstrasse in Schwyz. (Bild: Charly Keiser/Neue SZ)

Die kaufmännische Berufsschule an der Riedstrasse in Schwyz. (Bild: Charly Keiser/Neue SZ)

«Unsere Stiftung ist gut unterwegs», schreibt Jean-Jacques Strüby, Präsident des Fonds, in seiner Jahresbilanz. Trotz mehrmaligem Nachfragen schickt er unserer Zeitung aber statt des gewünschten Jahresberichts lediglich erneut die Medienmitteilung. Auch sein Hinweis auf die Webseite fördert keine Zahlen ans Licht.

«Typisch», folgert der ehemalige KV-Rektor Simon Küchler, der mit Strüby wegen eines Bilderverkaufs im Clinch ist. Er stört sich an der Geheimniskrämerei und betont: «Ich bin in zwei anderen Stiftungen Stiftungsrat, und es ist klar, dass wir alle Zahlen offenlegen.»

Doch Küchler missfällt noch mehr. Zwar sei das Finanzierungsmodell, bei dem ein Verein für ein von der Öffentlichkeit zu 100 Prozent finanziertes Schulhaus als Besitzer auftritt, im kaufmännischen Bereich früher Usus gewesen und absolut legitim vom Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit abgesegnet.

Aber anderswo seien heute die kaufmännischen Vereine mit Hunderten von Mitgliedern Besitzer dieser Immobilien-Geschenke. «Und diese Mitglieder sind als Kollektiv Gewähr, dass kein Missbrauch betrieben wird.»

Charly Keiser/ks

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.