Labor der Urkantone beanstandet 90 Betriebe

Das aggressive Darmbakterium EHEC ist beim Labor der Urkantone ein Thema. Alarmglocken schrillen deswegen aber nicht. Das Laboratorium legt überdies den Jahresbericht 2010 vor.

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«Wir müssen Hygiene erst wieder lernen», der Kantonschemiker Daniel Imhof. (Bild: Harry Ziegler / Neue SZ)

«Wir müssen Hygiene erst wieder lernen», der Kantonschemiker Daniel Imhof. (Bild: Harry Ziegler / Neue SZ)

Im Laboratorium der Urkantone (Laburk) wird kein Gemüse von verängstigten Konsumenten abgegeben, es herrscht auch kein erhöhter Telefonverkehr wegen des vor allem in Deutschland grassierenden EHEC-Bakterium. Zufällig hat das Labor am 16. Mai dieses Jahres diverse Mischsalatproben auf Kolibakterien untersucht. «In keiner einzigen Probe wurden solche nachgewiesen», so Imhof.

Laut Kantonschemiker Daniel Imhof sei das Bakterium mit den gebräuchlichsten Hygienemassnahmen in den Griff zu bekommen. Gerade daran aber haperts offenbar. «Wir müssen Hygiene erst wieder lernen», so Imhof. Wäscht man Gemüse vor dem Verzehr, bestünde praktisch keine Gefahr, zu erkranken. «Ich finde es aber momentan grundsätzlich richtig, wenn man bei Durchfall zum Arzt geht und die Ursache klären lässt.»

Gute Qualität

Das Laboratorium hat den Jahresbericht 2010 publiziert. Daraus geht hervor, dass von den getesteten 1115 Betrieben, die Lebensmittel verarbeiten, 90 «aufgrund grober Hygienemängel» beanstandet wurden. Getestet wurde auch die Qualität von 523 vorgekochten und fertigen Speisen. 94 Proben waren mikrobiologisch ungenügend.

Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.